Berufskolleg

Berufskolleg Castrop-Rauxel bleibt weiter im Distanzunterricht

Der Kreis hat entschieden, seine Berufskollegs weiterhin im Distanzunterricht zu belassen. Das gilt auch für das Berufskolleg Castrop-Rauxel. Ausgenommen sind die Abschlussklassen.
Das Berufskolleg Castrop-Rauxel bleibt im Distanzunterricht. © Marian von Hatzfeld

Der Kreis Recklinghausen hat am Freitagmittag bekannt gegeben, dass die Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises auch ab Montag (19.4.) im Distanzunterricht bleiben. Ausgenommen von der Regelung sind die Abschlussklassen. Davon betroffen ist auch das Berufskolleg Castrop-Rauxel. Die Schüler werden also nicht wie geplant in den Wechselunterricht zurückkehren.

Für alle anderen Schulen sind die Städte als Schulträger entscheidend. Hier fehlt noch eine Aussage. Man warte auf das Land, sagte die Stadtverwaltung auf Anfrage am Freitagvormittag.

Der Kreis Recklinghausen steht unmittelbar davor, die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 zu überschreiten, in den meisten großen kreisangehörigen Städten liegt sie bereits deutlich darüber. Auch die Lage auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern spitzt sich zu. Waren am Donnerstag noch 17 Intensivbetten frei, sind es am Freitag nur noch 12.

Diese Entwicklung hat die Kreisverwaltung zu der Entscheidung veranlasst, dass die Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises in der kommenden Woche im Distanzunterricht bleiben. Ausgenommen von der Regelung sind die Abschlussklassen.

„Wir wollen den Schulen und den Familien Planungssicherheit geben“, sagt Landrat Bodo Klimpel, „außerdem wäre es schwer vermittelbar, wenn wir Montag und Dienstag eventuell in den Wechselunterricht gehen würden, um anschließend wegen der tatsächlich überschrittenen Inzidenz wieder in den Distanzunterricht zurückzukehren.“

Städte sollen dem Beispiel des Kreises folgen

Das Infektionsgeschehen im Kreis Recklinghausen ist keinem größeren Ausbruch geschuldet, so der Kreis in seiner Pressemitteilung. Dennoch steigt die Zahl der Neuinfektionen stetig. Darum hatten der Landrat und die zehn Bürgermeister der kreisangehörigen Städte am Donnerstag die Landesregierung gebeten, bereits vor dem Erreichen des Inzidenzwerts von 200 den Distanzunterricht festzulegen.

Die Antwort darauf steht noch aus. „Weil die Zeit rennt und die Lage sich so zugespitzt hat, haben wir die Entscheidung für die Schulen des Kreises heute getroffen und empfehlen den Bürgermeistern, dies auch an ihren Schulen umzusetzen“, sagt Bodo Klimpel.

Das Schulministerium des Landes hatte in dieser Woche festgelegt, dass die Schulen ab einem lokalen Inzidenzwert von 200 wieder in den Distanzunterricht gehen müssen.