Beschädigte A43-Brücke wird wieder tagelang komplett gesperrt

Rhein-Herne-Kanal

Autofahrer müssen wieder Umwege fahren. Die beschädigte A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal wird bald wieder für fast vier Tage komplett für den Autoverkehr gesperrt.

17.05.2021, 18:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weil die Stahlträger der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal aufgrund zu hoher Belastungen in den vergangenen Jahren durchgebogen sind, ist die Brücke bereits für Lkw von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt.

Weil die Stahlträger der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal aufgrund zu hoher Belastungen in den vergangenen Jahren durchgebogen sind, ist die Brücke bereits für Lkw von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt. © dpa

Die Autobahn Westfalen sperrt in der Zeit von Freitag (21.5.) ab 20 Uhr bis Dienstag (25.5.) um 5 Uhr erneut die beschädigte A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal.

An den Autobahnkreuzen Herne und Recklinghausen wird deshalb der Verkehr aus nördlicher Richtung kommend über die A2 und aus südlicher Richtung kommend über die A42 auf die A45 umgeleitet.

Nachdem am vergangenen Wochenende eine Belastungsprobe erfolgreich abgeschlossen wurde, finden nun an über 40 Stellen am Bauwerk sogenannte Eigenspannungsmessungen statt, bei denen Spannungen im Stahl der Brücke ermittelt werden. Jede Messung dauert mit Vorbereitungen mindestens eine Stunde. Zusätzlich werden noch die Kräfte gemessen, die in die Lager der Brücke eingeleitet werden, und es wird die Qualität des Stahls geprüft.

In Kombination mit den bei der Belastungsprobe gemessenen Spannungen, Verformungen und der Temperatur wird so ein Berechnungsmodell geschaffen, das den derzeitigen Zustand des Bauwerks möglichst genau abbildet. Das wird dann als Grundlage zur Beurteilung der weiterhin zulässigen Verkehrslast herangezogen.

Wegen der Komplexität der Auswertung und der statischen Betrachtung der Belastungsprobe ist mit Ergebnissen voraussichtlich erst Ende Juni zu rechnen. Dann wird auch klar sein, welche Fahrzeuge auf der bestehenden A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal in den kommenden Jahren bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus fahren können.

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