Bladenhorster Brücke bald wieder für LKW geöffnet

Nach zweitem Gutachten

Die Bladenhorster Brücke über den Rhein-Herne-Kanal wird wieder für den Schwerlastverkehr freigegeben – das sagt Dirk Radermacher, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich. Das für das erste Gutachten zuständige Ingenieurbüro sei „sehr vorsichtig“ bei seiner Beurteilung gewesen.

BLADENHORST

, 11.11.2016, 05:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fahrer größerer Fahrzeuge – Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und 2,50 Meter Höhe – müssen seit Ende Juni auf der Nord-/Süd-Route durch Castrop-Rauxel erhebliche Umwege in Kauf nehmen, weil die Bladenhorster Brücke für sie gesperrt ist. Dass sich das in rund einer Woche wieder ändern wird, erklärt Dirk Radermacher so: Ein Ingenieurbüro habe im Frühjahr geprüft, ob die Tragfähigkeit der Westring-Brücke noch groß genug ist, um tonnenschwere Fahrzeuge passieren zu lassen. Ihr Ergebnis: „Mangelhaft“, sagt Rademacher.

In acht bis zehn Tagen soll die Brücke nutzbar sein

Aber: So ein Ingenieurbüro sei stets sehr vorsichtig bei seinen Berechnungen, „stellt sich meist auf die ganz sichere Seite“, weil es Angst vor Fehlern und deren möglichen Konsequenzen habe. Weil aber Fahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes den Ortsteil Pöppinghausen nicht mehr auf direktem Weg von der Hauptwache aus anfahren konnten, ließ das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Brücke erneut testen: von der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe. Nach „neuesten Rechnungsmodellen“.

Und es wurde eine verstärkte Tragfähigkeit nachgewiesen, sagt Rademacher. Heißt: Die installierten Sperrportale können abgebaut werden. „In acht bis zehn Tagen“, schätzt er. Eine weitere negative Begleiterscheinung der Sperrung: Der Schwerlastverkehr in Rauxel hat erheblich zugenommen, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe mit Verweis auf Proteste aus der Bürgerschaft.

Entlastung für Rauxels Straßen

Auf Bitten von Bürgermeister Rajko Kravanja und Ratsmitglied Rüdiger Melzner (SPD) hatte er sich eingeschaltet und Kontakt zum Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt aufgenommen. Als eine Anfrage von Schwabe eintraf, seien die Neuberechnungen allerdings schon in Gang gewesen, so Rademacher.

Melzner sagte auf Anfrage, dass die Aufhebung der Brückensperrung ein guter erster Schritt sei, um den Schwerlastverkehr aus Rauxel rauszubekommen. Ein Ziel, für das er bis Ende November auch Unterschriften sammelt. Da sei aber noch Problembrücke 2: die Brücke über die B 235, die nur 3,90 Meter hoch ist. Zuständig sind die Bahn und der Landesbetrieb Straßenbau. Und mit denen gibt es immer wieder Gespräche darüber.

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