Blattläuse machen sich in Castrop-Rauxels Gärten breit - das hilft gegen die Schädlinge

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Wenn die Äste der Pflanze nicht mehr grün, sondern tiefschwarz und kribbelig sind, dann haben sich Blattläuse breit gemacht. Ein Experte aus Castrop-Rauxel erklärt, was zu tun ist.

Castrop-Rauxel

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Stephan Bevc, Chef des Bezirksverbands der Kleingärtner Castrop-Rauxel/Waltrop weiß, was die Läuse mögen: warmes Wetter. „Dann kommen sie raus und vermehren sich.“ Und das rasend schnell. Aus einer Blattlaus werden in sieben Wochen rund eine Million Blattläuse.

Bei niedrigen Temperaturen sterben sie ab. Der Winter war aber nicht allzu kalt und so haben viele Blattläuse überlebt. Derzeit kämpfen viele Castrop-Rauxeler mit den schwarzen Tierchen. Die Blattläuse entziehen den Bäumen und Pflanzen die Nährstoffe und hemmen das Wachstum. Die Gewächse sehen dann richtig krank aus. Bevc erklärt, dass gestandene Pflanzen und Bäume sich davon erholen. Da müsse man gar nichts machen.

Bei Jungbäumen sollte man Hand anlegen

Jungbäume könnten die Blattläuse jedoch in die Knie zwingen. Bevc: „Da sollte man mit biologischen Pflanzenschutzmitteln Hand anlegen.“ Die kann man beispielsweise im Baumarkt oder Gartencenter kaufen. Oder man setzt auf kleine Helferlein: Für Marienkäfer seien Blattläuse eine Leibspeise. Die Marienkäfer würden sich ebenfalls schnell vermehren. Schon die Larven fressen täglich bis zu 150 Schädlinge. Man kann sie im Internet kaufen - 60 Stück gibt es für rund 35 Euro, das ist aber laut Bevc unnötig, die Natur biete schließlich genügend der rot-schwarzen Tiere.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) empfiehlt zudem Meisenkästen und Insektennisthilfen, um auch diesen Nützlingen ein schönes Zuhause zu bieten. Viele Blattläuse ließen sich auch oft mit einem harten Wasserstrahl entfernen.

Natürliche Mittel selbst anrühren

Der Nabu hat noch weitere Tipps: Wer Lavendel, Knoblauch oder Zwiebeln zwischen seine Pflanzen setzt, vertreibt demnach Blattläuse.

Schlussendlich kann man natürliche Mittel selbst anrühren. Brennnessel-, Ackerschachtelhalm- und Knoblauchsud eignen sich als Mittel gegen Blattläuse. Manche schwören auch auf Kaffee vermischt mit Essigessenz (500 ml Kaffee, 4 EL Essig). Stephan Bevc glaubt nicht an die Kaffee-Variante und er warnt davor, eine Lauge aus Seife und Wasser anzuwenden. Da würde man der Pflanze mehr schaden als nutzen. Sie bekomme davon oft Sonnenbrand.

So setzt man Brennesselsud an

Wer also auf Brennesselsud setzt, sollte zwei Hände voll von der Pflanze in einen Topf geben und mit zwei Litern kaltem Wasser übergießen. Nach zwölf Stunden ist der Sud fertig - man kann es deutlich riechen. Die von Läusen befallene Pflanze kann jetzt eingesprüht werden. Das Nesselgift tötet die Tiere.

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