Coronavirus

Britische Virus-Mutation jetzt auch im Kreis Recklinghausen nachgewiesen

Dem Kreisgesundheitsamt wurden die ersten drei Fälle gemeldet, in denen die britische Variante des Corona-Virus festgestellt worden ist. Dabei wird bislang ein Zusammenhang ausgeschlossen.
Auch der britischen Virus-Variante gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. © picture alliance/dpa

Eine der Virus-Mutationen hat jetzt auch das Kreisgebiet erreicht. Das Kreisgesundheitsamt Recklinghausen meldet am Dienstag die ersten drei Fälle der britischen Virusvariante. Nach ersten Recherchen hängen diese Fälle nicht zusammen.

Die drei Fälle traten an drei verschiedenen Orten im Kreis aus: in Recklinghausen, Haltern und Gladbeck. Festgestellt wurden die drei Fälle innerhalb von Sequenzierungen und Typisierungen. Erst am Freitag hatte sich die Sorge in Castrop-Rauxel zerstreut, dass hier eine Virus-Mutation aufgetaucht sein könnte.

Nachdem es im Evangelischen Krankenhaus zu einem Corona-Ausbruch kam, war auch hier ein Speziallabor beauftragt worden. Das Ergebnis: Im Castrop-Rauxeler EvK waren weder britische, noch südafrikanische oder brasilianische Varianten des Coronavirus aufgetaucht.

Gesundheitsamt hat weitere Tests und Typisierungen angeordnet

Unklar ist bislang, wie es an den drei Orten zu der Ansteckung mit der Virus-Mutation kam. Die infizierten Personen befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung aufgenommen und weitere Tests und Typisierungen angeordnet, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Sequenzierungen werden von den Laboren entsprechend der Vorgaben des Bundes bei fünf bis zehn Prozent aller Corona-Tests durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein sehr aufwendiges Verfahren, bei dem die Probe auf jegliche Abweichungen von der klassischen Variante untersucht wird. Auch in Castrop-Rauxel hatte es mehrere Tage gedauert, bis ein Ergebnis vorlag.

Vorgaben gelten wir bei allen anderen Corona-Fällen auch

Das Gesundheitsamt ordnet darüber hinaus in allen Fällen, bei denen es einen Anfangsverdacht für das Vorliegen einer Virusvariante gibt, so genannte Virus-Typisierungen an. In diesen Fällen untersucht das Labor einen positiven PCR-Test gezielt auf die bereits bekannten britischen, brasilianischen und südafrikanischen Varianten.

Das Kreisgesundheitsamt betont, dass auch bei den Virus-Varianten die gleichen Vorgaben und Empfehlungen wie bei allen anderen Corona-Fällen auch gelten. Wegen der höheren Ansteckungsgefahr sollte allerdings noch stärker auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden.