Die Pöller begrenzen die Straße hier für breitere Fahrzeuge, damit die Statik der Brücke über die Emscher nicht gefährdet wird. © Tobias Weckenbrock
Meinung

Brücke marode – aber lasst die Sanierung sein, so lange sie hält!

Die Horststraßen-Brücke über die Emscher ist marode und muss repariert werden. Eigentlich. Doch unser Autor fordert: Wartet mit der Reparatur, solange es irgendwie geht!

Der Zustand der Brücke ist schlecht. Das haben Ingenieure bei einer Routine-Prüfung 2016 festgestellt. Seither dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Brücke nicht mehr überqueren. Um das zu sichern, hat man Betonpöller an die Straßenränder gestellt, die die Straße erheblich verengen.

Nun ist die Verkehrssituation auf dieser nachrangigen Verbindungsachse beruhigt. Immerhin kommt man vom Wohngebiet an der Recklinghauser Straße / süd-östliche Vinckestraße hier besser nach Ickern-End, als wenn man den Weg durch das stärker befahrene Ortszentrum wählt.

Horststraße würde zu einer Rennstrecke

Die Pöller schränken das gar nicht ein. Sie beruhigen das maximal mögliche Tempo von Autos auf ein erträgliches Maß. Wenn sie nicht da wären, dann würde so mancher die Horststraße als Rennstrecke missbrauchen – das ist sicher.

Warum muss man also diese Brücke sanieren? Die 800.000 Euro, die man mindestens investieren müsste, sind sicher anderswo besser angelegt. So lange hier keine Einsturzgefahr besteht und keine Aufsichtsbehörde meckert: Lasst es einfach so!

Das sieht wohl auch die Verwaltung so. Allzu großes Engagement in Richtung „packen wir‘s an“ ist dort jedenfalls nicht zu erkennen, seitdem die Diagnose bekannt ist. Wichtig aber ist: Sollte man sie doch einst sanieren, sollte man unbedingt wieder diese (oder ähnliche) Pöller einbauen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock