"Buckelpiste" am SG-Stadion: Umbau zieht sich

WLT plant dort Neubau

Es gibt Stellen, für die braucht man selbst in Castrop-Rauxel einen Geländewagen. Der ehemalige Ascheplatz vor dem Stadion der SG Castrop ist so ein Ort. Eine Herrichtung des inzwischen als "wilder Parkplatz" genutzten Geländes ist aktuell nicht geplant. Allerdings hat das Westfälische Landestheater ein Auge auf die Fläche geworfen.

CASTROP-RAUXEL

, 15.04.2016, 12:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Buckelpiste" am SG-Stadion: Umbau zieht sich

Auf den Aschenplatz am Stadion Bahnhofstraße hat das Westfälische Landestheater ein Auge geworfen: es plant hier den Bau eines Proben- und Logistikzentrums.

Der ehemalige Ascheplatz der SG Castrop-Rauxel neben dem Stadion, seit Jahren im Wesentlichen als „wilder Parkplatz“ genutzt, wird trotz seines schlechten Zustands absehbar nicht hergerichtet. Das erklärte die städtische Pressestelle kürzlich auf eine von unserer Redaktion weitergeleitete Beschwerde eines Bürgers über den „unmöglichen Zustand“ des Areals.

Teichlandschaft oder Buckelpiste

Bei trockenem Wetter gleicht der ehemalige Sportplatz einer „Buckelpiste“, nach längerem Regen einer Teichlandschaft, sodass er häufig schwer zu begehen ist.

„Eine provisorische Herrichtung des Ascheplatzes an der Bahnhofstraße ziehen Stadt und EUV nicht in Betracht. Es würde sich nicht lohnen, denn das WLT treibt seine Planungen weiter intensiv voran“, heißt es dazu wörtlich in einer Antwort von Pressesprecherin Maresa Hilleringmann.

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Wie bereits vor knapp zwei Jahren das erste Mal berichtet, möchte das Westfälische Landestheater auf dem Gelände nahe dem Stadtmittelpunkt ein rund 1,5 Millionen Euro teures Proben- und Logistikzentrum errichten, um die bisherige unwirtschaftliche und umständliche Verteilung des Equipments auf mehrere Standorte in und außerhalb des Stadtgebiets zu beenden.

Entscheidung könnte bevorstehen

Nach den Worten des Geschäftsführenden Direktors Günter Wohlfarth könnte eine Entscheidung darüber demnächst bevorstehen. Beeinflussen könne er eine Zustimmung allerdings nicht. „Wir kommen aufgrund von Konstellationen, auf die wir keinen Einfluss haben, möglicherweise zum Zug“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion.

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„Dazu können wir keinen Beitrag leisten. Das hängt von den anderen Beteiligten ab. Deshalb ist das alles so wackelig“, fügte er hinzu. Man hoffe auf eine positive Entscheidung und werde eine solche auch unverzüglich kommunizieren.     

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