Bürger sollen sich bei der Grünflächenpflege engagieren

Zu viel Arbeit

Bäume, Sträucher, Wiesen – Grünflächen gehören fest ins Stadtbild. Vor allem Parks bieten Erholungsmöglichkeiten direkt vor der Haustür. Doch wer soll sie pflegen? Die Stadt will nun die Bürger ins Boot holen. Gleichzeitig kommt ein Chaosmanager.

CASTROP-RAUXEL

von Von Angela Wiese

, 23.05.2013, 23:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erholung in der Natur: Diese Möglichkeit bietet in Castrop-Rauxel unter anderem der Stadtpark. In Zukunft sind bei der Pflege der Anlagen auch Bürger gefragt. Die personelle Situation bei der Stadt lasse nichts anderes zu, sagt Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün.

Erholung in der Natur: Diese Möglichkeit bietet in Castrop-Rauxel unter anderem der Stadtpark. In Zukunft sind bei der Pflege der Anlagen auch Bürger gefragt. Die personelle Situation bei der Stadt lasse nichts anderes zu, sagt Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün.

Der Plan sei, die Arbeit des Bereichs Stadtgrün zu straffen. Dafür sollen sich Bürger engagieren. Zum Beispiel für die Rabatte vor der eigenen Haustür. Aber auch in den Parks. Ein bisschen Müll wegräumen, vor allem aber rücksichtslose Parkbesucher darauf hinweisen, dass der Hundekot nicht in den Park gehört, der Abfall in den Eimer, und auch die Bänke pfleglich zu behandeln sind.Das Konzept der Bürgerwerkstatt ist nicht neu in Castrop-Rauxel. Für die Grünflächen soll es wiederbelebt werden. Bei drei Terminen will Breuer mit Bürgern vor Ort sprechen, unter anderem auf dem Erin-Gelände und am Hombrink in Ickern. Auf einer Internetseite sollen Bürger die Möglichkeit haben, ihre Vorschläge schnell und einfach einzubringen.

Wie viel Engagement auf diese Art tatsächlich geweckt werden könne, das kann auch Breuer nicht abschätzen. Es sei ein Versuch. „Wenn es nicht klappt, ist es nachher nicht schlechter als jetzt“, sagt er. Für die Organisation werde, vermutlich noch in diesem Jahr, ein „Chaosmanager“ als Halbtagskraft eingestellt. So nennt ihn Breuer. Der Chaosmanager soll zum Beispiel regeln, welche Grünflächen sofort Pflege benötigen, welche warten müssen. Und er soll die Verbindung zwischen den Bürgern, den Grünflächen-Kolonnen und der Politik sein. Ein Disponent also. Die Ausschreibung läuft.

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