Bunte Graffiti werten Unterführung in Castrop auf

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Die Unterführung des Altstadtrings, gleich neben dem Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße, war nie eine der schönen Ecken von Castrop-Rauxel. Das hat sich am Wochenende geändert. Das Jugendzentrum Trafo und der EUV Stadtbetrieb organisierten eine Aufhübschung mit Graffitis. Wir zeigen, wie der Tunnel jetzt aussieht

Castrop

30.10.2016, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unten links sind die alten Graffitis noch zu sehen. Die Neuen sollen das Erscheinungsbild durch bunte Farben aufwerten.

Unten links sind die alten Graffitis noch zu sehen. Die Neuen sollen das Erscheinungsbild durch bunte Farben aufwerten.

Profisprayer wurden zusammengetrommelt, um an beiden Wochenendtagen die Wände der Unterführung mit Graffiti-Motiven der Stadt zu verzieren. Die Vorbereitungen dafür starteten schon am Mittwoch. Die Jugendfeuerwehr nutzte einen regulären Übungsabend, um die Unterführung zu reinigen.

Die 13 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren sperrten den Bereich zunächst ab. Dann hieß es: Wasser marsch! „Es ist auf jeden Fall schon heller geworden“, sagte Tobias Schulze von der Freiwilligen Feuerwehr. „Aber noch nicht so schön, wie es jetzt werden wird.“

Sprayer suchten die Motive selber aus

Am Samstagmorgen trafen sich die Sprayer schon um 9 Uhr, um loszulegen. Die Motive hatten sie selbst ausgewählt und vorgezeichnet. „Die einzige Vorgabe war, dass es bunt werden soll“, sagt Mike. Genau das setzten die fünf Sprayer um. „Wir haben den ganzen Tag nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagte Armin Polfuß vom Jugendzentrum Trafo.

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So sieht der Tunnel nach der Sprayaktion aus

Schön bemalt statt vollgeschmiert: Der Tunnel am Altstadtring an der oberen Münsterstraße in Castrop erstrahlt seit dem Wochenende in neuen Farben. Junge Sprayer haben ihn in Zusammenarbeit mit dem Trafo und dem EUV verschönert. Wir haben die Bilder.
29.10.2016
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Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße, alle Künstler auf einen Blick.© Foto: Volker Engel
Bevor die Sprayer an der Fußgängerunterführungloslegen konnten, hat die Jugendfeuerwehr Castrop die Wänder gesäubert.© Foto: Volker Engel
Bevor die Sprayer an der Fußgängerunterführungloslegen konnten, hat die Jugendfeuerwehr Castrop die Wänder gesäubert.© Foto: Jugendfeuerwehr
Bevor die Sprayer an der Fußgängerunterführungloslegen konnten, hat die Jugendfeuerwehr Castrop die Wänder gesäubert.© Foto: Jugendfeuerwehr
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Unten links sind die alten Graffitis noch zu sehen. Die Neuen sollen das Erscheinungsbild durch bunte Farben aufwerten.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße.© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
Graffiti beim Taubenvatter an der Oberen Münsterstraße© Foto: Volker Engel
(v.l.) Astrid Gertzke (EUV-Stadtbetrieb), Rajko Kravanja (Bürgermeister) und Armin Polfuß (Trafo) begutachten die ersten Entwürfe.© Foto: Daniel Brüggemann
Lars beginnt mit den Umrissen des "1910".© Foto: Daniel Brüggemann
Peter arbeitet an den groben Zügen des Erinturms.© Foto: Daniel Brüggemann
Eine Gruppe Mädchen die vorbeikommt, beobachtet Sprayer Peter bei der Arbeit.© Foto: Daniel Brüggemann
Sprayer Mike ist für die Sonne zuständig.© Foto: Daniel Brüggemann
Im Lichtkegel eines Bauchstrahlers füllt Mike die Sonnenstrahlen mit Farbe.© Foto: Daniel Brüggemann
Das fast vollständige Team mit (v.l.) Armin Polfuß und Robin Bergione vom Trafo und den Sprayern Peter, Chris und Karsten.© Foto: Daniel Brüggemann
Das Handwerkszeug der Sprayer, Dosen und Vorlagen für die Motive.© Foto: Daniel Brüggemann
Sprayer Lars vollendet die Grundierung des Reiterbrunnens.© Foto: Daniel Brüggemann
Der Erinturm ist fertig und kann sich sehen lassen.© Foto: Daniel Brüggemann
Auch eine Taube ist zu finden.© Foto: Daniel Brüggemann
Die alten, hervorgehobenen Figuren wurden beeindruckend in die Fassade des "1910" eingearbeitet.© Foto: Daniel Brüggemann
Auch die Stadthallen wurden als Motiv gewählt.© Foto: Daniel Brüggemann
Noch eine Taube vor dem "Hammerkopfturm".© Foto: Daniel Brüggemann
An diesem Wochenende wurden einige Dosen geleert.© Foto: Daniel Brüggemann
Zu den bakanntesten Motiven von Castrop gehört natürlich auch der Erinturm.© Foto: Daniel Brüggemann
Der besprühte Tunnel liegt gleich neben dem "Taubenvatter", also darf die Taube auch nicht fehlen.© Foto: Daniel Brüggemann
Chris gibt dem Jugendzentrum Trafo den letzten Schliff.© Foto: Daniel Brüggemann
Auch das "1910" aus der Altstadt hat es auf die Wand geschafft.© Foto: Daniel Brüggemann
Eines der Motive.© Foto: Daniel Brüggemann
Eines der Motive.© Foto: Daniel Brüggemann
Karsten bei den Feinarbeiten an einem der Schriftzüge.© Foto: Daniel Brüggemann
Der Reiterbrunnen vom Markt darf natürlich auch nicht fehlen.© Foto: Daniel Brüggemann
Peter bei der Arbeit am Erinturm.© Foto: Daniel Brüggemann
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„Das war ganz toll.“ Auch Astrid Gatzke vom EU -Stadtbetrieb war von den Reaktionen der Passanten, die während der Arbeiten vorbeikamen, begeistert. „Wir wollten für ein humorvolles Durchqueren des Tunnels sorgen und man sieht, die Leute bleiben stehen und gucken.“

Allerdings lief nicht alles so reibungslos, wie es sich das Team gewünscht hätte. „Die Baken wurden in der Nacht zu Samstag umgeworfen. Wir mussten hier heute Morgen erst mal alles wieder aufbauen“, sagte Robin Bergione vom Jugendzentrum Trafo.

Frage nach der Langlebigkeit des Projekts

Schon nach dem ersten Tag waren einzelne Motive wie der Erin-Turm und die Stadthallen so gut wie fertig. Am Sonntag ging es gleich wieder früh los. Am Morgen waren noch einige der alten Graffitis, die lange die Wände des Tunnels bedeckten, zu sehen, was die Frage aufwirft, wie langlebig das neue Projekt ist. „Kleine Schmierereien kann man im Notfall ausbessern, aber eigentlich bleiben die Sachen stehen“, sagt Mike aus Erfahrung.

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