Caritas-Aktion: Ein Wunsch geht in Erfüllung

CASTROP-RAUXEL 200 Kinder im Alter von sieben bis zwölf leben in unserer Stadt in Familien, die mit Hartz-IV auskommen müssen. Einen Herzenswunsch wollen die katholischen Gemeinden und die Caritas jedem von ihnen nun erfüllen.

von Von Julia Grunschel

, 26.11.2008, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
So wie hier auf diesem  Bild wird es an Heilig Abend vermutlich in vielen deutschen Wohnstuben aussehen.

So wie hier auf diesem Bild wird es an Heilig Abend vermutlich in vielen deutschen Wohnstuben aussehen.

Über die Ausgabestellen der Tafel, die Familienhilfe der AWO und Caritas, das Stadtteilbüro Deininghausen wurden die 200 Kinder in einem Schreiben eingeladen, in die Form eines Sterns einen Weihnachtswunsch zu schreiben oder zu malen.

Bis zu 40 Euro

Dieser Wunsch sollte den Wert von 40 Euro nicht überschreiten. "Jetzt mögen manche denken, dass das ganz schön viel Geld ist. Aber die Kinder haben überhaupt nichts", unterstreicht Silvia Engemann von der Caritas und zählt ein paar eingegangene Wünsche auf: Puppe, MP-3-Player, Lego, Playmobil oder auch Kleidung. "Eigentlich haben wir das vorher ausgeschlossen, da sich kein Kind in dem Alter Kleidung wünschen würde. Aber scheinbar wird das in der Familie dringend benötigt", so Silvia Engemann.

Die Idee zur Sternaktion hatte Diakon Christoph Gladisch aus der Rauxeler Gemeinde Herz-Jesu: "Ich hab das mal in Herten im Kleinen gesehen und dachte, das kriegen wir für die ganze Stadt hin." Und so wie es aussieht, stimmt die Prognose: Zwar wird die Aktion in den meisten Gemeinden erst am Wochenende vorgestellt, doch wenn alle so reagieren, wie die Kirchgänger in St. Elisabeth, dürften alle Wünsche erfüllt werden. Spontaner Applaus "Bei uns hat die Gemeinde spontan applaudiert. In einer Kirche kommt so etwas nicht oft vor", freut sich Peter Brune.

Auf jede Gemeinde entfallen ca. 17 Sterne. Die anonym gehaltenen Wünsche werden vom Organisationsteam an zentraler Stelle ausgehangen und können von Gemeindemitgliedern, die sich auch in Gruppen organisieren können, erfüllt. "Darüber hinaus stellen wir Spendenboxen auf", kündigt Silvia Engemann an. Finden nämlich einige Wünsche keinen Abnehmer, sorgt das Team über die Spenden dafür, dass auch wirklich jeder Wunsch erfüllt wird. jug

Lesen Sie jetzt