Caritas-Kita in Ickern kann jetzt nach langer Verzögerung gebaut werden

rnBaustart am Meisenweg

2043 Quadratmeter: Auf dieser Fläche baut die Caritas in Ickern jetzt eine neue Kindertagesstätte, in der fünf Gruppen von knapp 20 Mitarbeitern betreut werden sollen. Es hat lange gedauert.

Ickern

, 06.02.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geplant wird schon ewig, der politische Beschluss ist schon alt - aber jetzt kann es endlich losgehen: Am Meisenweg in Ickern entsteht jetzt eine neue Kita, die nicht nur eine der größten Kitas der Stadt sein wird mit ihren 90 Plätzen, sondern auch noch eine bilinguale Gruppe bekommen soll. Ab jetzt wird es aber noch rund 14 Monate dauern, bis es los gehen kann.

Seit Anfang 2017 steht fest, dass der Caritasverband der Träger dieser neuen Einrichtung sein soll - und trotzdem hat es sehr lange gedauert, bis endlich ein baureifer Plan mit allen Genehmigungen versehen sein konnte. Obwohl die Stadt dringend Kita-Plätze braucht, damit alle Eltern, die einen Platz für ihr Kind brauchen und auch einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, versorgt sind. „Gut Ding‘ will Weil‘ haben“, sagte Caritas-Vorstand Veronika Borghorst im August gegenüber unserer Redaktion mit einem Anflug spöttischen Bedauerns der langen Planungszeit. Zu einem Zeitpunkt, als die Stellplätze für die Mitarbeiter noch an einer anderen Stelle vorgesehen waren - was zu einer weiteren monatelangen Verzögerung der Baugenehmigung führte.

Am Dienstag (5. Februar) gegen 10.30 Uhr kam nun die entscheidende Nachricht von der Stadtverwaltung an den Investor: Es kann los gehen, der Bau ist genehmigt. „Ich hätte auch nicht gedacht, dass so etwas so lange dauern würde“, sagte Veronika Borghorst, die Chefin des Auftraggebers Caritas, am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Für den Orts-Verband Castrop-Rauxel sei das aber unter ihrer Verantwortung das Bauvorhaben der höchsten Größenordnung.

Bagger sind schon seit einigen Wochen am Gelände, ein Kran kam vergangene Woche hinzu - und jetzt kann es losgehen.

Die wichtigsten Fakten zum Neubau:

  • Bauen wird der Investor BIB, Baackmann Immobilien und Bauträger GmbH aus Laer im Kreis Steinfurt (Münsterland) - so wie in mittlerweile über 30 Fällen und bei der Kita der AWO in Henrichenburg auch.
  • 2 Millionen Euro ist das Investitionsvolumen.
  • Die Caritas mietet sich für 25 Jahre ein.
  • Den Nutzungszweck könnte man nach Ablauf der 25 Jahre auch verändern, falls erforderlich.
  • Es wird einen Fahrstuhl ins 1. Obergeschoss geben.
  • Am Haupteingang wird ein Mehrzweckraum eingerichtet, der auch autark von außen begehbar ist und für die Nachbarschaft nutzbar sein soll.
  • Eine der fünf Gruppen soll eine muttersprachlich englisch sprechende Fachkraft erhalten, die dann nur Englisch mit den Kindern spricht: bilinguale Erziehung.
  • Die Leitung der Kita übernimmt in Doppelfunktion Miriam Leidag-Tietze, die auch (weiterhin) die Caritas-Kita an der Oskarstraße in Habinghorst leitet.
  • Für die Plätze konnten sich Eltern schon bei der Kita-Navigator-Bewerbungsrunde im Winter 2018/19 anmelden. Es gab Vorstellungsgespräche mit den Kandidaten und dem Leitungsteam der neuen Kita.
  • Der Betreuungsstart wird aber nicht schon im August 2019 erfolgen, sondern wie zuletzt angekündigt erst im Frühjahr 2020, also kurz vor Beginn des übernächsten Kita-Jahres. Mit betroffenen Eltern will man sich im Zweifel bei Betreuungsschwierigkeiten über Notlösungen unterhalten.
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