Caritas lädt zum Weihnachtsessen für Bedürftige ein: Die Gäste waren gerührt und glücklich

rnCaritas-Weihnachtsessen

Alleinstehende und bedürftige Familien erlebten am ersten Advent ein besonderes Weihnachtsfest. In der Forum Gastronomie feierten und lachten sie. Dabei sprach ein Clown nachdenkliche Worte.

Castrop-Rauxel

, 02.12.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Putengeschnetzeltes in Rahmsoße mit frischen Champignons, Spaghetti Bolognese, eine Gemüseplatte mit Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Sauce Hollandaise und gehobeltem Wirsing.

Die Speisekarte las sich am Sonntag wie ein leckeres Weihnachtsmenü. Das war es auch. Aber was hat dieses Essen für eine Bedeutung? Eine sehr unterschiedliche, wie sich bei den rund 130 anwesenden Personen herausstellte.

„Ich bin noch nie zu einer Weihnachtsfeier eingeladen worden“

Für Smitana war das gemeinsame Essen eine besondere Freude. „Ich bin noch nie zu einer Weihnachtsfeier eingeladen worden“, sagte sie mit einem glücklichen Lächeln. Genau wie andere Gäste saß sie mit ihrer Familie an einem der großen runden Tische.

„Ich habe die Einladung von der Caritas bekommen. Ein besonderes Glück ist es, dass ich meine ganze Familie mitbringen durfte.“ Dazu zählten ihre Schwestern Kerstin und Beatrix und die sechs Kinder Amalia (2), Niklas (5), Costa (4),Luca (4) und Maximilian (9).

Richtig schick hatten sie sich gemacht. Costa zeigte stolz seine Krawatte, die er über einem Hemd trug. Vor dem Essen galt seine ganze Aufmerksamkeit der Clownin Wurzel.

Die Kinder sind beschenkt worden

Für sie bedeutete das Weihnachtsessen vor allem „Liebe“. Wurzel verbreitete mit ihrer grünen Zipfelmütze und der roten Wichtelnase im Nu gute Laune. Aber nicht nur bei den Kindern. „Ich mache eine sehr intensive und schöne Arbeit“, kommentierte sie. „Ich mag das Glitzern in den Augen der Menschen, die mir gegenüberstehen.

Ihr ist es egal welche Mentalität oder welches Alter ihr gegenüberstehen. „Alles kommt bei mir von innen heraus. Ich lege nix drauf, spüre einfach intensiv was ich tue.“ Die Menschen nahmen ihr das ab.

Forumschef Peter Breuer ist nach eigenen Worten jedes Mal berührt, wenn er die Familien zum Essen empfängt. Außerdem freute er sich sehr darüber, dass er den Kindern am Ende der Veranstaltung einen Stutenkerl überreichen durfte - ein Geschenk der Bäckerei Auffenberg.

Derweil betätigten sich die ehrenamtlichen Helfer als Kellner, brachten Cola, Limo oder Kaffee an die Tische. „Mama, darf ich wirklich?“, erkundigte sich ein Steppke. Es war ihm einfach fremd, dass er noch ein weiteres Getränk bestellen durfte.

Es war bis zum Ende eine schöne Atmosphäre

Bei Frank Jülich spielten besondere Gefühle eine Rolle. „Mein verstorbener Vorgänger Manfred Postel hat für diese Veranstaltung alles andere stehen und liegen lassen. Heute ist er leider nicht mehr dabei. Deshalb ist es für mich eine besondere Ehre, in seine Fußstapfen zu treten und die Gäste bedienen darf.“

Spätestens beim Nachtisch - rote Grütze mit Vanillesauce - stand auch für Veronika Borghorst (Caritas) fest, „die Atmosphäre ist so schön feierlich und entspannt.“ Anders als bei der Essensausgabe in der Suppenküche. „Da achten wir vor allem auf eine reibungslose Logistik.

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