Casconcept ist von Schlittschuhbahn begeistert

Neue Adventsmarkt-Pläne

Die erste Hürde ist genommen: Die Pläne der Stadtverwaltung und des EUV Stadtbetriebes für eine Neuerfindung des Weihnachtsmarktes in Castrop haben bei der Standortgemeinschaft Casconcept am Donnerstag nur Lob bekommen – und ein einstimmiges Votum. Wir schildern die Pläne im Einzelnen und erklären, wie es weitergeht.

CASTROP

, 08.09.2017, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Casconcept ist von Schlittschuhbahn begeistert

Das ist der Plan für den Adventsmarkt in Castrop.

Die Pläne: 

  • Die Schlittschuhbahn (nicht aus Echt-Eis, sondern mit Kunststoffplatten) und das Adventszelt sollen sich in diesem Jahr rund sechs Wochen lang den Marktplatz teilen. Dazu soll es einen großen Baum am Reiterbrunnen und ein paar dauerhaft dort stehende Hütten geben.
  • Dafür fallen in der Adventszeit rund 40 Parkplätze auf dem Marktplatz weg. 
  • Vom Brunnen zum Brunnen: Das ist die zentrale Überschrift über dem Dauerangebot: Die Scheune von Philipp Hölter am Lambertusbrunnen soll dort bleiben, wo sie immer war. Von dort sollen sich einzelne Bestandteile, Lichter und Schmuck bis zum Reiterbrunnen ziehen.  
  • Für das zweite Adventswochenende will man den Himmlischen Advent, der im vergangenen Jahr den Vereinen und Gruppierungen dieser Stadt eine Plattform bot, wieder veranstalten. Diesmal aber nicht von der Lambertuskirche über den Platz an der Marktfrau bis zur Lutherkirche, sondern man will von Freitag bis Sonntag damit auf den Marktplatz. Casconcept hatte dazu im vergangenen Jahr zehn der Hütten für je 800 Euro gekauft und weitere 18 Hütten angemietet. In ähnlicher Größe will man das dieses Jahr wiederholen, wobei dann die Schlittschuhbahn, das Adventszelt und der Weihnachtsbaum am Reiterbrunnen damit ein stimmungsvolles Ensemble bieten, das dann bis zur Weihnachtsscheune reichen soll. Auch eine stimmungsvolle Beleuchtung des Reiterbrunnens, der zuletzt ins Adventszelt eingebaut war, ist angedacht.

Die weiteren Aufgaben:

  • Für die Schlittschuhbahn sind laut Michael Werner (EUV) inzwischen rund 40 Prozent der Werbeflächen, die die Aufstellung und den Betrieb finanzieren sollen, vergeben. Und Zusagen von zwei weiteren Interessenten gibt es mündlich. Bürgermeister Rajko Kravanja warb bei der Versammlung von Casconcept am Donnerstag trotzdem um weitere Geldgeber und Sponsoren: „Wir sollten eher sagen: 60 Prozent sind noch frei!“  
  • Bis dahin soll der Reiterbrunnen wieder in einem besseren Zustand sein: Michael Werner versprach, dass nach der Kirmes (Ende: 18. September) ein Steinmetz und ein Wasserinstallateur das Denkmal instand setzen, damit es im Advent wieder glänzt.
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  • Eine Idee ist, am zweiten Adventswochenende auch eine kleine Bühne aufzustellen, um Musikgruppen wie Chören und Kinderchören die Möglichkeit zu geben, Weihnachtslieder vorzusingen. Dazu können sich interessierte Gruppen beim EUV melden.  
  • Das Thema geht nun in die Politik. Die Devise von Rajko Kravanja war laut Casconcept-Vorstand Matthias Zimmer: „Ohne den Handel machen wir das nicht, bringen es erst gar nicht in die Politik.“ Casconcept stimmte mit über 40 anwesenden Mitgliedern geschlossen dafür. Nun ist die Politik dran. Der EUV-Verwaltungsrat bekommt das Konzept am Mittwoch, 13. September, in seiner Sitzung auf den Tisch. Dann ist irgendwann der Stadtrat gefragt.  
  • Für die wegfallenden Parkplätze will der EUV mit dem EKZ sprechen, das am Widumer Tor ausreichend Stellplätze hat. Über eine Parkleit-Beschilderung und möglicherweise Shuttlebusse will man nachdenken. Matthias Zimmer: „Klar, der Handel pocht immer auf Parkplätze. Aber irgendeinen Tod muss man sterben.“ 

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