Castrop-Rauxel erwägt Beerdigungen an Samstagen

Neue Friedhofssatzung geplant

Die Stadt Castrop-Rauxel will es den Gemeinden gleich tun und neue Möglichkeiten für Beerdigungen auch an Wochenenden prüfen lassen. Unterdessen steht bereits fest, dass es künftig teurer wird, die städtischen Trauerhallen zu nutzen. Andere Friedhofsgebühren sinken hingegen.

CASTROP-RAUXEL

, 21.11.2016, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Castrop-Rauxel erwägt Beerdigungen an Samstagen

Die Nutzung von Trauerhallen wie der in Ickern werden erneut teurer. Andere Gebühren sollen jedoch gesenkt werden.

Lange hat es beim Thema Beerdigung auf kommunalen Friedhöfen an Samstagen Stillstand gegeben. Seit ein paar Wochen ist aber ordentlich Bewegung in dieses Thema gekommen. Nicht zuletzt dank des Umstands, dass die Kirchengemeinde St. Lambertus auf den Friedhöfen an der Wittener Straße und auf Schwerin Beerdigungen auch samstags ermöglicht. Die evangelische Paulus-Kirchengemeinde Castrop bietet ebenfalls neue Lösungen an. Daher hat die CDU-Fraktion einen entsprechenden Prüfauftrag an die Verwaltung formuliert.

Der CDU-Vorstoß war ebenso wie die neue Satzung und die Friedhofsgebühren Thema im zuständigen Fachausschuss Ende vergangener Woche. „Wir möchten den CDU-Antrag ergänzen“, sagte Marcus Pelzing (SPD) für die Koalition. Nämlich auch zu überlegen, freitags Beerdigungen auch später am Tag zu ermöglichen und nicht bloß bis 10.30 Uhr, wie es derzeit Usus sei. „Dafür könnte man den Montag rausnehmen“, erklärte Pelzing.

Jetzt lesen

 

Trauerhallen stehen auf dem Prüfstand

Eventuell sei auch zu überlegen, in eine Diskussion über den Fortbestand der Trauerhallen einzusteigen und zu überlegen, ob sich die Stadt besser auf zwei oder drei Standorte konzentrieren solle. Mit dem neuen Jahr wird es erneut teurer, die Trauerhallen zu nutzen. Mit diesem Thema soll sich jetzt die Verwaltung intensiv beschäftigen, einen Beschluss wird die Politik dann in einer der ersten Sitzungen im kommenden Jahr fassen.

Die Stadt hat die Friedhofsgebühren für 2017 insgesamt neu kalkuliert. Während die Nutzungsgebühren für Trauerhallen steigen, sinken andere: Sie setzen sich zusammen aus den Gebühren für Bestattungen und die Nutzung der Friedhofsfläche. Addiert man sie, sinken die Kosten im kommenden Jahr je nach Grabform und Bestattung um drei bis vier Prozent.

Bei der neuen Satzung soll zudem künftig ergänzt werden, dass das Verbot aufgehoben wird, ein Grab komplett mit Steinen einzufassen.

Beisetzungen
2015 gab es auf den städtischen Friedhöfen 306 Erd- und 285 Feuerbestattungen.

Lesen Sie jetzt