Das Baugebiet auf dem alten Erin-Schacht 5. Unten in der Mitte erkennt man den Lidl, links davon das neue Gerätehaus des Löschzugs Rauxel Dorf an der Pallasstraße. © RAG MI,T. Stachelhaus
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Castrop-Rauxeler Baugebiet: Noch nicht erschlossen, aber schon ausverkauft

Das ehemalige Zechenareal vom Erin-Wetterschacht 5 an der Pallasstraße ist zu 95 Prozent vermarktet. Auch die letzten vier Bauplätze auf der Fläche in Castrop-Rauxel: reserviert.

Die RAG Montan Immobilien meldet pünktlich zur Immobilienmesse Expo Real in München, wie sie erfolgreich Wohnbauareale auf ehemaligen Bergbaustandorten vermarktet hat. Darunter auch neues Bauland in Castrop-Rauxel.

Rund 100 Wohneinheiten sind demnach auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Erin (Schacht 5) an der Pallasstraße schon an einen Bauträger und rund 20 Häuslebauer verkauft worden. Zusammen mit einer weiteren Fläche in Gelsenkirchen erzielte die RAG Montan Immobilien mit dem Verkauf der Grundstücke nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro.

Reihenhäuser im geförderten Wohnungsbau

Auf dem 3,1 Hektar großen ehemaligen Zechenareal Erin 5 in Dorf Rauxel hat eine Unternehmensgruppe aus dem Münsterland drei größere Einzelflächen erworben. Jenes Unternehmen kündigte an, auf diesen rund 14.000 Quadratmeter großen Grundstücken zwei hochwertige Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen sowie Reihenhäuser für Familien im geförderten Wohnungsbau zu errichten.

Die Wohnkonzepte reichen vom Familienwohnen mit eigenem Garten bis zum seniorengerechten, barrierefreien und bedarfsgerechten Appartement mit Betreuungs- und Serviceangeboten. Das münsterländische Unternehmen entwickelt alle drei Flächen zusammen und will diese im Bestand halten, verwalten und betreuen.

Weitere 17 Grundstücke auf rund 7500 Quadratmetern sind an private Bauherren verkauft worden. Hier entstehen Einfamilienhäuser. Damit sei das Areal zu 95 Prozent vermarktet, so die RAG MI. Und die letzten vier Grundstücke? Die sind reserviert. Die Kaufverträge sollen noch in diesem Jahr unterzeichnet werden. Voraussichtlich starten die ersten Erwerber Anfang 2022 mit dem Bau ihrer neuen Häuser.

Erschließungsarbeiten kurz vor dem Abschluss

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die ehemalige Zechenbetriebsfläche zwischen Pallasstraße und Briloner Straße baureif gemacht wurde, stehen die Erschließungsarbeiten jetzt kurz vor dem Abschluss.

So sah es auf dem Gelände vor zwei Jahren aus: Der Wetterschacht im kleinen Waldstück, rundherum landwirtschaftlich genutzte Fläche, hinten die Pallasstraße. Nach der Rodung wird hier seither erschlossen und bald gebaut.
So sah es auf dem Gelände vor zwei Jahren aus: Der Wetterschacht im kleinen Waldstück, rundherum landwirtschaftlich genutzte Fläche, hinten die Pallasstraße. Nach der Rodung wird hier seither erschlossen und bald gebaut. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Neben den Wohnbaugrundstücken hat die RAG auf dem Areal noch 5200 Quadratmeter Fläche an die Stadt Castrop-Rauxel verkauft. Dort entstehen die neue Feuerwehrwache für den Löschzug Rauxel-Dorf sowie eine Kindertagesstätte. Letzteres mache das Wohngebiet besonders für junge Familien attraktiv, heißt es. Die restlichen 4300 Quadratmeter des Areals nimmt die Erschließungsfläche ein.

Neben der Entwicklung der Wohnquartiere in Castrop-Rauxel und Gelsenkirchen- Hassel kündigte die RAG Montan Immobilien an, in den kommenden Jahren weitere Wohnbauprojekte mit zusammen mehr als 50 Hektar auf verschiedenen Bergbauarealen im Ruhrgebiet und im Saarland zu realisieren.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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