Geld ist da: Castrop-Rauxeler investieren hohe Summen ins neue Windrad

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Windkraft zieht: Castrop-Rauxeler Anleger haben jetzt schon hohe Summen in das neue Stadtwerke-Windrad investiert. Das überrascht sogar Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Langensiepen.

Castrop-Rauxel

, 03.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtwerke bauen auf dem Rütgers-Gelände gerade ein neues Windrad, das mit annähernd 200 Metern Höhe eine echte Landmarke in Rauxel wird. Die Stadttochter investiert Millionen Euro, aber auch interessierte Castrop-Rauxeler können vom Windrad profitieren.

Denn mit einem Nachrangdarlehen können sie in Windkraft investieren und bekommen dafür Zinsen. Am Donnerstag (1.10.) waren schon 384.500 Euro und damit die Hälfte der möglichen 750.000 Euro gezeichnet.

Jens Langensiepen, Geschäftsführer der Stadtwerke Castrop-Rauxel, zeigt sich darüber sehr erfreut: „Wir haben die Zeichnungsmöglichkeit bislang ausschließlich über die Pressemitteilung kommuniziert. Eine Information an alle Kunden ging letzte Woche per Brief raus. Von daher hatten wir bislang eigentlich keine große Erwartung und sind positiv überrascht.“

Stadtwerke geben 28 bisherige Anteilszeichner an

Zum Zeitpunkt von Langensiepens Antwort, die unsere Redaktion am Donnerstagmorgen erreichte, gab es 28 Zeichner, die also zum Teil deutlich über der Mindest-Investitionsumme von 500 Euro gezeichnet haben müssen und so die Zinsen von 1 Prozent (für Stadtwerke-Kunden 2 Prozent) mitnehmen wollen.

Laut Langensiepen gibt es kein offizielles Zeichnungsende: „Wir würden zu gegebener Zeit die Zeichnungsmöglichkeit beenden, sollten wir feststellen, dass die Nachfrage ausbleibt.“

Da die Stadtwerke nicht auf Mittel aus dem Nachrangdarlehn zur Finanzierung des Windrades angewiesen seien, müsse man die 750.000 Euro auch nicht vollbekommen. Langensiepen: „Das Projekt ist vollständig durchfinanziert. Das Nachrangdarlehn wurde auf freiwilliger Basis aufgelegt, um den Bürgerinnen und Bürgern eine Partizipationsmöglichkeit zu geben.“

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Das Windrad ist die zweite Stadtwerke-Anlage nach dem „Airkules“ getauften Windrad, das sich seit 2016 auf dem Westhofschen Feld auf Schwerin dreht. Ab Oktober oder November soll die Windkraftanlage in Rauxel Ökostrom produzieren. Als Ertrag werden rund 9 Millionen Kilowattstunden jährlich erwartet. Die Stadtwerke schreiben, dass dabei etwa 6750 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart würden.

Wer noch direkt von der Windkraft in Castrop-Rauxel profitieren möchte, sollte sich mit den Investitionsmöglichkeiten an dem neuen Windrad der Stadtwerke auf dem Rütgers-Gelände beschäftigen. Beratung über das Projekt und die Anlagemöglichkeiten gibt es im Kundenbüro der Stadtwerke in der Castroper Altstadt, Lönsstraße 12, oder unter Tel. 02305 / 9477-11.

Beteiligungen zeichnen kann man aber nur direkt im Internet unter www.buergerbeteiligungsplattform.de/anlegerinformation

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