Castrop-Rauxeler Reiterdenkmal soll saniert werden

Arbeiten verzögern sich

Die Witterung hat dem Reiterbrunnen auf dem Marktplatz in der Castroper Altstadt ziemlich zu schaffen gemacht. Damit sich das ändert, haben Castrop-Rauxeler in den vergangenen Monaten fleißig gespendet. Doch noch ist nichts passiert. Wir sagen, warum nicht.

CASTROP-RAUXEL

, 14.01.2017, 07:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Woran liegt es, dass die Sanierungsarbeiten noch nicht begonnen haben?

  • Schuld ist das Wetter. Damit das Denkmal ordentlich saniert werden kann, muss es trocken sein. Das ist Bedingung.
  • Gemeinsam mit dem Marktplatzumbau soll die Sanierung des Reiterbrunnens im Frühjahr beendet sein.

Warum braucht die Stadt überhaupt Spendengelder und zahlt nicht selbst?

  • Die Sanierung ist eine freiwillige Maßnahme, weil der Brunnen noch standsicher ist, sagt die Stadt.
  • Als Stärkungspakt-Kommune unterliegt Castrop-Rauxel strengen Sparauflagen vom Land. Ein solches Projekt sei deshalb finanziell nicht durchsetzbar.
  • Institutionen, Unternehmen und Einzelpersonen haben bereits für die Sanierung gespendet. Darunter auch die „Arbeitsgemeinschaft Kulinarischer Advent“, die den Erlös des Heiligabend-Frühschoppens - 1800 Euro - spendet und auf 2000 Euro aufstockt.

Was soll überhaupt gemacht werden? 

  • Ein Steinmetz soll die Oberfläche entkalken und versiegeln, damit die Flechtwerkbänder und Ornamente, die den Brunnen zieren, anschließend wieder herausgearbeitet werden können. Die sind jetzt nicht mehr wirklich erkennbar.
  • Gleichzeitig soll aber auch die Technik überarbeitet werden. Hierzu gehören beispielsweise die Wasserleitungen, die Ausgießer, aus denen das Wasser kommt, und die speienden Figuren.
  • Eingeplant hat die Stadt hierfür einen hohen vierstelligen Betrag.
  • Nicht mit eingerechnet ist darin die geplante Beleuchtung des Brunnens, für die die Stadt noch über ein endgültiges Konzept berät.
  • Egal, ob die Scheinwerfer letztlich an der Unter- oder an der Oberseite des Brunnens angebracht werden: Die Beleuchtung soll sich in das neue Beleuchtungskonzept des ganzen Marktplatzes einfügen.

Das Denkmal erinnert an die Pferderennen
Der Reiterbrunnen erinnert an die von William Thomas Mulvany in Castrop-Rauxel eingeführte Tradition der Pferderennen.
1912 ließ der Verschönerungsverein Castrop den Reiterbrunnen auf dem Markt aufstellen.
Gebaut wurde das Denkmal vom Kölner Bildhauer Georg Grasegger (1873-1927).
Die bislang letzte Sanierung des Reiterbrunnens liegt bereits 20 Jahre zurück.

 

Lesen Sie jetzt