Castrop-Rauxeler Schranken-Problem scheint gelöst

Rückstau an Bahnübergang

Er ist einfach gefährlich: Der Defekt an der Bahnschranke an der Dortmunder Straße ist wiederholt aufgetreten in den vergangenen Tagen. Die Schranke blieb einfach geschlossen, obwohl kein Zug kam. Es gab lange Rückstaus, ungeduldige Autofahrer handelten fahrlässig. Nun soll das Problem gelöst sein.

CASTROP-RAUXEL

, 04.11.2016, 13:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das sind die beiden Gefahrenpunkte: Der erste ist der Bahnübergang selbst. Sowohl bei der ersten Störung am Freitag vor einer Woche gegen 9 Uhr (Dauer: 50 Minuten) als auch die zweite uns bekannte am vergangenen Mittwochnachmittag sorgten dafür, dass Autofahrer und Fußgänger an dieser Stelle trotz geschlossener Schranke die Gleise überquerten. Ungeduld und Terminstress verleiten dazu. Andere Autofahrer drehten um – sowohl in Richtung Wittener Straße im Zentrum als auch in Richtung Kreuzung B235.

Der zweite ist, dass es einen Rückstau gibt: An der Zufahrt zum Parkplatz von Edeka Gronemann kommen weitere Fahrzeuge dazu. Am Mittwoch ragte zeitweise das Heck des letzten Autos in die dort vierspurigen B235 herein, weil der Fahrer von Schwerin aus kommend in die Kreuzung einfuhr, obwohl er sie deutlich sichtbar am anderen Ende nicht ganz verlassen konnte. Die Bundesstraße verläuft aus Richtung Habinghorst dort in einer langgezogenen Rechtskurve – das sah zeitweise extrem gefährlich aus!

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Deshalb blieb die Schranke so lange unten 

Der Hintergrund der geschlossenen Schranke: Offenbar gab es einen Defekt an einem Fernschaltungssensor an den Gleisen. Der gibt normalerweise einen Impuls an die Schrankenanlage, wenn der Zug vorbeigefahren ist. Eine Bahnsprecherin aus Düsseldorf erklärte das am Freitag so auf Anfrage unserer Redaktion.

Dabei sei es nur vereinzelt zu diesen Fehlmeldungen gekommen. „Die Sicherheit steht im Vordergrund“, sagte sie und erklärte: „Über den Übergang zu gehen, wenn die Schranke geschlossen ist, ist lebensgefährlich. Und bei uns gibt es eben diesen speziellen Mechanismus: Wenn die Sensoren nicht auslösen zur Freigabe des Bahnübergangs, dann bleibt die Schranke unten“, so die Bahn-Sprecherin.

Die Lösung des Problems: Am Donnerstagmorgen war laut Aussage der Sprecherin ein Techniker-Trupp an den Gleisen tätig, hat die Ferneinschaltung überprüft und wieder instand gesetzt. „Die Störung ist behoben, die Gefahr gebannt“, so die Sprecherin auf Nachfrage. 

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