Castrop-Rauxeler Schüler gehen am Freitag für das Klima auf die Straße

rnFridays for Future

Die „Fridays for Future“ kommen am Freitag auch in Castrop-Rauxel an. Der erste Schüler-Protest-Marsch für den Klimaschutz startet hier um 13 Uhr am Castroper Marktplatz.

Castrop-Rauxel

, 15.03.2019, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Freitagnachmittag um 13 Uhr kommen zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler aus Castrop-Rauxels zusammen, um für das Klima zu streiken. Die Demonstration findet während der Schulzeit statt und ist Teil der weltweiten Schüler-Protest-Aktion „Fridays for Future“. Die Demonstranten treffen sich am Castroper Marktplatz und werden um 13.30 Uhr Richtung Rathaus laufen. Lilli Meister, Organisatorin der Fridays for Future in Castrop-Rauxel, erwartet großen Zulauf.

„Ich weiß, dass Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums, des Adalbert Stifter Gymnasiums und meiner Willy-Brandt Gesamtschule kommen werden“, sagt sie. „Angemeldet haben wir 300 Leute für die Demonstration, aber ich kann es gar nicht einschätzen. Manche sagen, es könnten auch mehr werden“, rätselt sie ein wenig.

„Meine Lehrer sind da zum Glück entspannt“

Auch für die 18-Jährige ist es eine ganz neue Erfahrung, denn ganz bewusst lässt sie dafür zwei Schulstunden ihres wichtigsten Unterrichtsfach ausfallen: den Mathematik-Leistungskurs. „Meine Lehrer sind da zum Glück entspannt, nur bei den Schülern, die oft fehlen, würden sie sagen, dass sie deren Fehlen nicht so toll finden“, sagt Lilli Meister.

Am Donnerstag trafen sich Schülerinnen und Schüler im Jugendzentrum BoGi’s, um gemeinsam für den Protestmarsch Plakate zu basteln. Ein gutes Dutzend Jugendliche schrieb Sprüche auf Pappen, die sie sich zuvor aus den lokalen Läden gesammelt hatten – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Warnwesten wurden besprayt, Motive mit bunter Farbe auf die Pappen gepinselt.

Greta Thunberg für Friedensnobelpreis nominiert

Sprüche für die Plakate hat sie viele im Kopf, sagt Lilli Meister. „Mein Lieblingsspruch ist wohl ‚Kohle in die Bildung anstatt Kohle in den Ofen‘.“ Aber auch Aussagen wie „Auch die Dinos dachten, sie haben Zeit“, oder „Früher war der Fisch in der Verpackung, heute ist die Verpackung im Fisch“ stehen ganz oben auf der Favoritenliste.

Die Fridays-for-Future-Aktion geht zurück auf die junge Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten freitags die Schule bestreikt, um für den Klimaschutz zu kämpfen. Die 16-Jährige wurde am Donnerstag sogar für den Friedensnobelpreis nominiert.

Heute um 13 Uhr startet der „Friday for Future“. Das Ernst-Barlach-Gymnasium kommt unter anderem mit den Klassenlehrern zur Demo.

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