Castrop-Rauxeler wegen Überfällen vor Gericht

Kiosk und Tankstelle bedroht

Vier Männer stehen seit Mittwoch in Bochum vor Gericht. Einer von ihnen stammt aus Castrop-Rauxel. Gemeinsam mit seinen drei Freunden soll er einen Kiosk und eine Tankstelle in Recklinghausen überfallen haben - und zwar mit Waffen.

CASTROP-RAUXEL

11.05.2017, 11:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach zwei bewaffneten Überfällen steht seit Mittwoch in Bochum ein mutmaßliches Räuber-Quartett vor Gericht. Erst sollen ein Castrop-Rauxeler (22) und seine Freunde in einem Kiosk, dann an einer Tankstelle für Angst und Schrecken gesorgt haben – beide Coups gingen am Ende jedoch in die Hose.

Von Null auf Hundert zu Schwerverbrechern? Staatsanwalt Klaus-Peter Kollmann wirft den jungen Männern vor, im Herbst 2014 innerhalb von nur zwei Wochen zwei Überfall-Coups verübt zu haben. Am späten Abend des 30. September sollen drei der vier Angeklagten, allesamt mit Sturmhauben maskiert, an einem Kiosk in Recklinghausen aufgetaucht sein, mit einem Messer gedroht und gefordert haben: „Geld her!“ Nachdem die Verkäuferin die Täter allerdings daraufhin sofort mit einer Ladung Pfefferspray eingenebelt hatte, waren die Räuber sofort und ohne Beute wieder verschwunden. 

Ähnliches Muster bei der zweiten Tat

Der zweite Überfall passierte am 14. Oktober 2014. Und fast genau nach dem gleichen Strickmuster: Laut Staatsanwaltschaft sollen der Castrop-Rauxeler und zwei Komplizen gegen 22.15 Uhr auf einen Passanten an einer Tankstelle in Recklinghausen-Suderwich zugestürmt sein, ihn bedroht und erneut „Geld her, Geld her!“ gebrüllt haben. Da der mitgebrachte E-Schocker, mit dem der Mann eingeschüchtert werden sollte, glücklicherweise kläglich versagte, zogen die Räuber sie auch hier ohne Beute wieder ab.

Zum Prozessauftakt vor der 5. Jugendkammer am Bochumer Landgericht kündigten alle Angeklagten über ihre Verteidiger Geständnisse an. Urteile: voraussichtlich am 2. Juni.

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