Castrop-Rauxeler Wohnhaus steht plötzlich in Herne

Verwirrung um Ortsschilder

Sie ist in Castrop-Rauxel geboren, zur Schule gegangen, hat dort geheiratet und gearbeitet. "Jetzt wollen sie uns da nicht mehr haben", sagt Renate Niewel enttäuscht. Sie wohnt an der Karlstraße 131. Neuerdings angeblich auf Herner Stadtgebiet.

BEHRINGHAUSEN

, 02.01.2015, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Castrop-Rauxeler Wohnhaus steht plötzlich in Herne

Renate Niewel steht vor dem neuen Herner Ortseingangsschild.

Dass es auch keine Straßenbeleuchtung mehr gibt in diesem "Niemandsland", sei zwar auch ärgerlich, so die Anwohnerin Niewel. Aber so schlimm nun auch wieder nicht. Sie habe sich bei der Stadt nach dem Grund erkundigt, berichtet sie. "Es hieß, die Stadt habe kein Geld", erinnert sie sich. Und fügt hinzu: "Es ist schon ein Armutszeugnis, wenn Castrop-Rauxel zu arm für 200 Meter Beleuchtung ist." Inzwischen hat sie sich selbst geholfen und für mehr Licht am Sechsfamilienhaus gesorgt.  Die Bushaltestelle auf ihrer Straßenseite sei allerdings kürzlich mit Licht versehen worden. "Das waren wir", erklärt Marion Stirnberg vom Stadtbetrieb. Die Haltestelle sei mit Solar-Licht ausgestattet worden. "Es ist richtig, dass jetzt hinter der zusammenhängenden Wohnbebauung keine weitere Laterne mehr vorhanden ist", so Stirnberg. Dies sei dem neuen Lichtkonzept geschuldet, dem die Politik das Okay gegeben habe. Das diene bekanntlich nicht nur der Energieeinsparung, sondern auch der Umweltentlastung.

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