Castroper Weihnachtsmarkt ist abgesagt – aber der Laser soll leuchten

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Kein Eisstockschießen, kein Adventszelt. Das war schon klar. Jetzt hat die Stadt auch den Rest-Weihnachtsmarkt abgesagt. Wo kann man noch vorweihnachtliche Stimmung bekommen? Ein Überblick.

Castrop-Rauxel

, 13.11.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage wird es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in der Castroper Altstadt geben. Dazu haben sich die Stadt Castrop-Rauxel und der EUV Stadtbetrieb in Absprache mit den Kooperationspartnern der vergangenen Jahre entschlossen.

Die Stadt ist damit deutlich später dran als viele andere Städte in der Umgebung, bei denen Weihnachtsmärkte längst ad acta gelegt worden waren.

Stadt, EUV und Kooperationspartner wollen mit der Absage der erhöhten Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zwischen den Weihnachtsmarktständen begegnen. Auch wenn manch Kritiker des Castroper Weihnachtsmarktes immer wieder behauptet, dass ein Weihnachtsmarkt, der diesen Namen verdiene, in Castrop eh schon lange nicht mehr stattfinde.

„Weihnachtsmarkt nicht zu verantworten“

„Wir setzen mit dieser bedauerlichen Absage ein Zeichen für ein verantwortungsvolles Handeln im Sinne der Coronamaßnahmen, denn wir alle möchten doch Weihnachten zumindest mit der Familie feiern können“, begründet Bürgermeister Rajko Kravanja die Entscheidung in einer Erklärung, die die Stadt jetzt veröffentlicht hat. „In der aktuellen Situation wäre ein Weihnachtsmarkt nicht zu verantworten, selbst wenn der Lockdown Light bis dahin aufgehoben werden sollte.“

Um dennoch bei einem Einkaufsbummel in der Fußgängerzone eine besondere Stimmung zu verbreiten, ist es geplant, dass wenigstens weihnachtliche Beleuchtungen und Dekorationen die Altstadt schmücken. So ist es Casconcept, der Standortgemeinschaft in der Castroper Altstadt, auch in diesem Jahr wieder gelungen, den grünen Laserstrahl installieren zu lassen, der Hammerkopfturm und Erinturm miteinander verbindet.

Dank des Sponsorings der Sparkasse Vest Recklinghausen und der Gelsenwasser AG wird der Laserstrahl in der Vorweihnachtszeit allabendlich über der Altstadt leuchten.

Ringsum hatte es viel früher Absagen gegeben

Mit der Absage schließt sich Castrop-Rauxel dem Vorgehen in der näheren und weiteren Umgebung an. Auch in Dortmund war der riesige Weihnachtsmarkt, der seit 2019 unter dem Namen „Weihnachtsstadt“ firmiert, bereits am 29. Oktober abgesagt worden. Und sogar die Riesentanne, die gewöhnlich Menschen aus nah und fern in die Dortmunder Innenstadt lockt, wird es (obwohl schon halb aufgebaut) nicht geben.

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In Herne findet der Weihnachtsmarkt in der Stadtmitte nicht statt und auch

der Cranger Weihnachtszauber, der größte Weihnachts-Themenmarkt Europas, wird wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das hatten die Stadt Herne und der Veranstalter am 24. Oktober gemeinsam entschieden. Und auch in Bochum, Gelsenkirchen, Lünen oder Münster war längst klar: kein Weihnachtsmarkt 2020.

Zwei Vorweihnachts-Tipps

Wo aber gibt es noch die Möglichkeit, sich weihnachtlich einstimmen zu lassen? Viel bleibt nicht. Der Freizeitpark Wunderland in Kalkar plant angesichts der Corona-Pandemie einen „Drive-In-Weihnachtsmarkt“. Vorgesehen seien rund 2,5 Kilometer Strecke auf dem weitläufigen einstigen Kraftwerksgelände mit Kunstschnee, Musik, Buden mit Eintopf und Glühwein und einer Krippe, an der auch echte Kamele zu sehen sein sollen.

Und auch in Düsseldorf plant man eine ähnliche Aktion. Wie die Rheinische Post exklusiv berichtet, will die Stadttochter D.Live den Düsseldorfern etwas ganz Besonderes bieten. Ab Freitag nächster Woche (20.11.) soll es an und in der Merkur-Spiel-Arena einen Drive-in-Lichterzauber mit Weihnachtsmarkt geben.

Für 20 Euro darf ein Auto den Weihnachtsmarkt befahren. Der Ausstieg aus den Autos sei nur an den Toiletten möglich, so der Bericht. Der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt soll 60 bis 90 Minuten dauern, man könne die Tour aber wiederholen, so die Rheinische Post.

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