Chaosbrücke: Wird die Becklemer Brücke zur Hebewerksbrücke 2.0?

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Die Becklemer Brücke hat das Zeug dazu, Castrop-Rauxel zum Gegenstand spöttischer Berichte in allen Medien landauf und landab zu machen. Aktuell dank des Wasser- und Schifffahrtsamtes.

Henrichenburg

, 29.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Becklemer Brücke ist seit Jahren wegen ihrer künstlich eingeschränkten Höhe immer wieder Unfallort geworden. Das Problem besteht darin, dass hier nur Fahrzeuge passieren dürfen, die maximal 2,30 Meter hoch sind.

Doch immer wieder haben unbedarfte Transporter-, Rettungswagen- oder andere Fahrer den Höhenhinweis nicht so richtig ernst genommen. Das hat für so mancher Karambolage, so manche Reparatur und dadurch so manche kurzfristige und kurzzeitige Brückensperrung zwischen Henrichenburg und Becklem gesorgt.

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In 28 Tagen ist noch nichts passiert

Das ist jetzt vier Wochen her. Am 2. September hatte das WSA mitgeteilt, dass der Schaden schnell repariert werden sollte. Da Ersatzteile aber Mangelware seien, könne das etwas dauern. Die Stadt Castrop-Rauxel schrieb auf Facebook zu Sicherheit denn auch, dass die Brücke für den Autoverkehr wohl bis Ende des Monats September gesperrt bleiben müsse.

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Geschehen allerdings ist, das ergab ein Besuch der Brücke am Montag (28.9.): nichts. Das defekte Brückengeländer sieht aus wie am Tag des Unfalls, ist nicht gesichert worden, obwohl Fußgänger und Radfahrer die Brücke weiter nutzen dürfen. Und am Fuß des Geländers finden sich auch immer noch Glassplitter vom Unfallauto. Dafür wurden allein auf Henrichenburger Seite mindestens fünf Schilderbäume aufgestellt, die auf die Sperrung hinweisen.

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Was ist da also los, wollten wir vom Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg wissen. Der zuständige Sachbearbeiter ist zwar im Urlaub, von einer Vertretung aber bekamen wir rasch schriftliche Antwort: „Die Vorbereitung für die Schadensbeseitigung ist so weit vorangeschritten, dass der Unfallschaden in dieser Woche behoben wird. Die Reparatur wird spätestens am 02.10.2020 abgeschlossen sein, sodass unmittelbar danach der Verkehr wieder freigegeben werden kann.“

Jede Menge Schilderbäume weisen auf die Brückensperrung hin.

Jede Menge Schilderbäume weisen auf die Brückensperrung hin. © Thomas Schroeter

Wird die Brücke zur „Hebewerksbrücke 2.0“?

Nun sind die Menschen in Henrichenburg und Umgebung bei der Zusage schneller Brückenreparaturen durch das Amt Duisburg inzwischen allerdings skeptisch geworden. Denn die unselige Geschichte der nahen Hebewerksbrücke, die mal eben saniert werden sollte, ist gerade erst beendet worden: Nach einer Reparaturdauer von mehreren Jahren und steten Verzögerungen und unvorhergesehenen Hindernissen.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass auf Facebook schon von der „Hebewerksbrücke 2.0“ gesprochen wird und ein Kommentator schreibt: „Brückenbau dauert in Castrop-Rauxel zwischen 10 Wochen und 3 Jahre.“

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