Computerfehler: Endgültige Honorarabrechnungen für Ärzte noch nicht da

CASTROP-RAUXEL Ärztesprecher Michael Greef mochte auf RN-Anfrage nicht in das Hohe Lied der Honorarsteigerung für Kassenärzte mit einstimmen. Ob auch die Ärzte in Westfalen-Lippe, wozu Castrop-Rauxel gehört, Gewinner der anfangs umstrittenen Reform sind, ist seiner Meinung nach hypothetisch.

von Von Christoph Witte

, 28.07.2009, 21:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Egal, wie oft ein Patient im Quartal geröntgt wird, der Arzt bekommt ein Fixhonorar pro Patient.

Egal, wie oft ein Patient im Quartal geröntgt wird, der Arzt bekommt ein Fixhonorar pro Patient.

Die Krux daran: Mit diesem Wert wurde das neue Honorarsystem bemessen. „Und deswegen bekommen wir auch am wenigsten Geld“, bilanziert Michael Greef. „Derzeit würde ich lieber in Berlin arbeiten, wo man bis zu 15 Euro im Quartal mehr pro Patient bekommt.“ In Westfalen-Lippe müssen Kassenärzte etwa für die Behandlung eines Rentners mit 40 Euro im Quartal auskommen. „Egal wie oft er in die Praxis kommt“, so Greef. Andreas Daniel widerspricht Greef, sagt, dass man doch schon seriöse Angaben zur Honorarstruktur nach der Reform machen könne: „Das Geld von den Kassen ist ja schon da. Demnach werden wir ein Honorarplus von mindestens 6,4 Prozent haben.“ Allerdings nicht für jeden: Schneiden 75 Prozent der Hausärzte besser aber, haben drei Viertel der Orthopäden oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzte weniger verdient. Andreas Daniel: „Es geht aber keine Praxis pleite. Seit Juli haben wir mehr Spielräume, um diese Verwerfungen auszugleichen, können wieder differenzierter abrechnen.“ Die Reform der Reform also.

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