Corona-Fieber erzeugt ein Lächeln: „Wir kommen aus Vietnam, nicht aus Wuhan“

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Menschen die asiatisch aussehen, werden komisch angeguckt, nicht bedient oder gefragt, ob sie Fieber haben. Angst vor dem Corona-Virus geht um: Welche Erfahrungen machen Gastronomen damit?

Castrop-Rauxel

, 04.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Apotheken melden Engpässe an Mundschutzen. Die Angst vor dem Corona-Virus geht um. Dabei gibt es nur sehr wenige bestätigte Infektions-Fälle hierzulande. Und es gibt auch diese „fieberhaften“ Meldungen: Asiaten oder Menschen mit asiatischem Aussehen werden komisch angeguckt. Manch einer fragt sie gar, ob sie Fieber haben. Wie erleben das Castroper Altstadt-Gastronomen mit asiatischer Herkunft?

„Gäste, die hierher kommen, haben keine Angst“, erklärt Familie Chien vom Jade-Restaurant an der Oberen Münsterstraße. „Wir waren alle nicht in China und machen unsere Arbeit wie immer.“ Einen Rückgang an Gästen gebe es nicht.

Kinder blicken misstrauisch

„Alles ganz normal wie immer“, erklärt auch Hui Jiao Tang. „Hier gehen die Leute locker damit um“, sagt die Inhaberin des Restaurants Glückshaus Am Bennertor. Von misstrauischen Blicken und neugierigen Fragen hat sie aber auch schon gehört: „Vor allem in Schulen bei den Kindern soll das schlimm sein.“

Am Montagmittag waren viele Tische im "Glückshaus" besetzt. Inhaberin Hui Jiao Tang spürt keine Auswirkungen des Corona-Virus.

Am Montagmittag waren viele Tische im "Glückshaus" besetzt. Inhaberin Hui Jiao Tang spürt keine Auswirkungen des Corona-Virus. © Uwe von Schirp

Bao Tran steht im Asia-Bistro Panda am Markt. „Wir kommen aus Vietnam und nicht aus Wuhan“, sagt er. Und er lächelt dabei. Ja, es kämen schon Kunden, die das Thema ansprechen. Auswirkungen habe das aber keine. „Wir merken nichts und haben genauso viel zu tun wie immer.“ Deutschland sei ja nicht so betroffen. „Aber die Nachrichten berichten ja immer von großen Problemen.“

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