Tägliche Großveranstaltung: Auswirkungen auf Castrop-Rauxels Schulen durchs Coronavirus

rnAnsteckungsgefahr

An der Willy-Brandt-Gesamtschule, am Ernst-Barlach-Gymnasium und am Adalbert-Stifter-Gymnasium herrscht Unaufgeregtheit in Sachen Coronavirus. Auswirkungen gibt es aber auch dort.

Castrop-Rauxel

, 11.03.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Coronavirus, Coronavirus, Coronavirus: Kein Lebensbereich im Alltag scheint in diesen Tagen nicht beeinträchtigt zu sein. Beim Thema zentrale Abiturprüfungen am Adalbert-Stifter-Gymnasium (ASG), Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG) und der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) harren die Schulleitungen noch der wegweisenden Bestimmungen von Schulträger, Bezirksregierung und dem Schulministerium in Düsseldorf.

Friedrich Mayer

Friedrich Mayer © EBG

„Bei uns läuft der Betrieb völlig unproblematisch.“
Friedrich Mayer

Zwar sind von Schulministerin Yvonne Gebauer bereits erste Ausführungen kommuniziert worden, nach welchem Zeitplan zu verfahren ist, wenn Abi-Klausuren zwischen dem 21. April und 6. Mai aufgrund von Quarantäne nicht geschrieben werden könnten. Die werden dann ab dem 7. Mai nachgeschrieben. Aber bei der Stadt, die Träger der Schulen ist, ist noch nichts davon angekommen. Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi sagt: „Wir rechnen damit frühestens Ende dieser Woche.“

„Nichts Neues zu den Abi-Regularien, wir warten auf Nachricht“, sagt EBG-Schulleiter Dr. Friedrich Mayer am Mittwoch (11.3.) auf Anfrage unserer Redaktion. Noch am Vortag habe man in der Lehrerkonferenz über Corona gesprochen.

„Bei uns läuft der Betrieb völlig unproblematisch“, sagt Mayer. Das EBG mit seinen 900 Schülerinnen und Schülern sei nun einmal eine Art tägliche Massenveranstaltung. Die Kinder spielten draußen an den Tischtennisplatten und begegneten sich natürlich auch in der Mensa.

Die nächste Klassenfahrt des 7er-Jahrgangs stehe direkt nach den Osterferien an. Ziel sei Norderney, nicht das Ausland und schon gar nicht das Hochrisiko-Gebiet Heinsberg. Gleichwohl warte man in dieser Hinsicht mögliche Erlasse von übergeordneter Stelle ab. Dass es in der Mensa ein kleines Desinfektionsgerät fürs Personal gebe, sei schon lange so und habe nichts mit dem Coronavirus zu tun.

Joachim Höck

Joachim Höck © Matthias Stachelhaus

„Die Teilnahme an Sportwettkämpfen werden wir mit den Veranstaltern zeitnah besprechen.“
Joachim Höck

Auch am Adalbert-Stifter-Gymnasium (ASG) ist Unaufgeregtheit angesagt. Von der seit vielen Jahren zum Schulprogramm gehörenden Skifahrt ins Ahrntal nach Südtirol seien alle Schülerinnen und Schüler ohne Infektion heil heimgekehrt, versichert Schulleiter Joachim Höck. „Die Fahrt war auch schon früh im Februar“, sagt er.

Ganz ohne Auswirkungen bleibt das Coronavirus aber auch am ASG nicht: Nach Angaben auf der ASG-Homepage fällt in diesem Jahr der Austausch mit der französischen Partnerschule flach. Es wird weder einen Besuch der Franzosen hier geben noch einen Gegenbesuch in Frankreich.

Bis auf Weiteres entfallen sämtliche außerunterrichtlichen schulischen Veranstaltungen, soweit es sich um Ausflüge und Ähnliches handelt. Höck weiter: „Die Teilnahme unserer Schülerinnen und Schüler an Sportwettkämpfen werden wir mit den Veranstaltern zeitnah besprechen.“

Violetta Kroll-Baues

Violetta Kroll-Baues © Tobias Weckenbrock

„Ich hoffe, der Kelch mit der Ausbreitung des Virus geht an uns vorüber.“
Violetta Kroll-Baues

An der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) habe Schulleiterin Violetta Kroll-Baues in der Schulpflegschaftssitzung ganz offiziell, wie sie sagt, deutlich gemacht, dass die Kinder keine Desinfektionsmittel benutzen sollten. „Seife reicht völlig aus“, sagt Kroll-Baues – verbunden mit gründlichem Händewaschen. Entsprechende Infos hingen aus.

Im Übrigen gebe es in den Klassenzimmern genug Seife und Handtücher. Und natürlich auch in den Toiletten. An Klassenfahrten sei aktuell an der WBG nichts geplant. „Ich hoffe, der Kelch mit der Ausbreitung des Virus geht an uns vorüber und wird bis zu den Osterferien eingedämmt“, sagt Kroll-Baues.

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