Sparkassen-Filialen in Castrop-Rauxel bleiben geöffnet – Sorge vor Kundenstrom zu Monatsbeginn

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Der Monat neigt sich dem Ende. Viele Menschen holen dann ihr Gehalt oder ihre Rente bei der Sparkasse ab. In Zeiten von Corona aber hat die Sparkasse Vest eine dringende Bitte an ihre Kunden.

Castrop-Rauxel

, 20.03.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sparkassen-Filialen in Castrop-Rauxel bleiben Stand jetzt alle geöffnet, trotz des Coronavirus. Man habe sich dazu entschieden, kein Mehrschicht-System zu fahren, um die Ansteckungsgefahr bei den Mitarbeitern gering zu halten, sagt Sparkassen-Sprecher Stefan Fokken im Gespräch mit der Redaktion und ergänzt: „Wir versuchen, die Filialen so virussicher wie möglich zu machen.“

Daher habe man bestimmte Vorkehrungen getroffen. Es sollen zeitgleich nur wenige Kunden eintreten. „Am besten so viele, wie gleichzeitig bedient werden können“, so Fokken. Die anderen sollten auch nicht im Foyer, sondern an der frischen Luft stehen.

Die Mitarbeiter würden durch einen Spuckschutz – eine Plexiglasscheibe – geschützt, es hängen Plakate mit Hygiene-Regeln aus und auf den Boden sollen Abstandsstreifen geklebt werden, falls doch mehrere Kunden gleichzeitig in der jeweiligen Filiale sind. Fokken: „Es geht um den Schutz beider Seiten.“

Der Sparkassensprecher betont in diesen Tagen auch, dass die meisten Bankgeschäfte online oder telefonisch erledigt werden können, selbst eine Baufinanzierung könne man per Videokonferenz organisieren. Das Kundenservicecenter in Castrop-Rauxel ist zu erreichen unter Tel. (02361) 2050. Stefan Fokken bittet die Kunden, dort anzurufen, wenn sie Beratungsbedarf haben.

Kontaktlos bezahlen

Seine zweite dringende Bitte: Castrop-Rauxeler, die normalerweise am Ende des Monats ihre Rente oder ihr Gehalt abholen, sollten damit ein paar Tage warten. „Am 3. und 4. April und auch danach ist Geld da.“ Es ginge jetzt darum, Menschenansammlungen zu vermeiden – auch bei der Sparkasse. Fokken: „Wir sind ja gerne Treffpunkt, aber nicht in Corona-Zeiten.“

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Er empfiehlt seinen Kunden zudem, kontaktlos zu bezahlen, wo immer es möglich ist. Auf dem Bargeld selbst könne das Virus zwar nur schlecht überleben, bei Barzahlungen komme es aber häufig zu Hautkontakt – und das gelte es zu verhindern.

Auf den meisten Sparkassenkarten ist eine kleine Funk-Welle aufgedruckt. Wer bei seinen Einkäufen unter 25 Euro bleibt und das Gerät im Geschäft kompatibel ist, müsse keine PIN eingeben und auch nicht unterschreiben.

Eine EC-Karte mit einem Funkchip für kontaktloses Bezahlen bis 25 Euro.

Eine EC-Karte mit einem Funkchip für kontaktloses Bezahlen bis 25 Euro. © picture alliance / Rolf Vennenbe

Die Telefone laufen bei der Sparkasse auch deswegen heiß, weil sich viele um die Liquidität ihrer Firmenkonten sorgen. Löhne und Mieten müssten überbrückt werden, vielen gehe sprichwörtlich der Hintern auf Grundeis. „Es ist eine sehr große Herausforderung“, sagt Stefan Fokken, der aber zuversichtlich sei, dass es schon bald Landesprogramme geben werde und er seine Kunden dann noch mehr beruhigen könne. „Wir versuchen, einfach und undogmatisch zu helfen.“

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