Viele Castrop-Rauxeler Geschäfte haben wieder geöffnet - ein Überblick

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Die Geschäftswelt atmet auf. Seit Montag dürfen viele Läden wieder öffnen. Wir geben einen Überblick, was in Castrop-Rauxel geöffnet hat und was nicht und wie es mit Schutzmaßnahmen aussieht.

Castrop-Rauxel

, 20.04.2020, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montag dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte mit einer Fläche unter 800 Quadratmetern wieder öffnen. Für Händler wie Kunden nach vier Wochen Lockdown eine echte Erleichterung, wie wir in Castrop-Rauxel festgestellt haben.

Welche Läden sind geöffnet?

Bei einem Rundgang durch die Altstadt, über die Lange Straße in Habinghorst und die Ickerner Straße war festzustellen, dass nahezu alle Läden, die nach den neuen Vorgaben der Landesregierung ab Montag wieder öffnen durften, auch geöffnet haben. Im Detail:

  • Quasi alle Modeläden, ob Inhaber-geführte Boutiquen oder Ketten wie Street One oder Witt Weiden haben am Montag ihre Läden geöffnet. Zwischen 9.30 und 10 Uhr machen die meisten Läden in Castrop-Rauxel in der Regel auf und zwischen 18 und 19 Uhr zu, einheitliche Zeiten gibt es nach wie vor nicht.
  • Die sogenannten Handyshops der einzelnen Mobilfunkbetreiber oder betreiberunabhängige Shops waren am Montag ebenfalls schon geöffnet.
  • Der Spielwarenladen PHD Kinderwelt hat ebenfalls wieder geöffnet, das gilt auch für den Kinderschuhladen Bäähm von Vera Kopitetzki, beide am Biesenkamp.
    Jens Grosse-Kreul ist heilfroh, seinen Schuhladen in der Fußgängerzone endlich wieder öffnen zu können. "Der Lockdown war sicher nötig, aber wir hätten unser Geschäft mit diesen Regeln auch vor drei Wochen wieder öffnen können. So war das schon hart."

    Jens Grosse-Kreul ist heilfroh, seinen Schuhladen in der Fußgängerzone endlich wieder öffnen zu können. "Der Lockdown war sicher nötig, aber wir hätten unser Geschäft mit diesen Regeln auch vor drei Wochen wieder öffnen können. So war das schon hart." © Thomas Schroeter



  • Die Buchhandlungen Leselust und Mayersche, beide in der Fußgängerzone gelegen, sind ebenfalls wieder geöffnet.
  • Möbelläden wie Tegro oder Brauckhoff und Fahrradhändler wie Anderl und Schmitz sind geöffnet.
  • Schmuckgeschäfte, Juweliere, Goldschmieden sind seit Montag offen. Bei Zimmer kann man nach wie vor Mini-Mundschutz-Masken aus Sterling-Silber für 20 Euro kaufen. Der Erlös kommt komplett der Aktion „Castrop gegen Corona“ zugute, die Nachfrage ist riesengroß.
  • Auch Läden für Accessoires, Geschenke, Papierwaren etc. dürfen seit Montag öffnen und tun das. Auch die Bettenwelt Schülken etwa. Eine Ausnahme ist Schreibwaren Lach. Dort befindet man sich laut Aushang noch in den Schutzvorbereitungen, möchte aber bald wieder öffnen.
  • Das Schuhgeschäft Grosse-Kreul hat wieder geöffnet, was von den Kunden laut Jens Grosse-Kreul schon am Morgen bestens angenommen wurde.
    Das Sozialkaufhaus der Diakonie am Bennetor durfte am Montag auch seine Türen öffnen. Die Mitarbeiter sind mit Masken und Handschuhen für die Kunden gerüstet.

    Das Sozialkaufhaus der Diakonie am Bennetor durfte am Montag auch seine Türen öffnen. Die Mitarbeiter sind mit Masken und Handschuhen für die Kunden gerüstet. © Thomas Schroeter



  • Tierbedarfsmärkte, Bau- und Gartenbaumärkte einschließlich vergleichbarer Fachmärkte (z.B. Floristen, Sanitär-, Eisenwaren-, Malereibedarfs-, Bodenbelags- oder Baustoffgeschäfte) dürfen öffnen.
  • Elektromärkte wie Loskill an der Gaswerkstraße oder Kipar an der Ickerner Straße haben wieder komplett geöffnet.
  • Das Second-Hand-Kaufhaus der Diakonie am Bennertor durfte wieder die Türen öffnen.

Was bleibt zu?

Weiterhin geschlossen bleiben folgende Bereiche:

  • Friseure (die dürfen unter Auflagen erst ab 4. Mai öffnen).
  • Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Prostitutions- und Amüsierbetriebe bleiben geschlossen,
  • Nagelstudios, Fitness-Studios, Sonnenstudios, das Hallenbad, Saunen und sonstige Sport- und Freizeiteinrichtungen bleiben dicht.
  • Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Kneipen, (Eis-)Cafés dürfen nur liefern oder einen Abholservice anbieten.

Wie sieht es mit den Schutzmaßnahmen aus?

Laut Landesverordnung müssen in Geschäften Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Abstandshaltung getroffen werden. In allen Läden, in denen wir waren, hatten sich Händler oder Geschäftsleitung auf die Vorgaben eingerichtet.

Denis Knopp (r.) und Hendrik Pfadenhauser vom Ordnungsamt waren am Montag unterwegs, um Geschäftsleute aufzusuchen, Hilfestellung zu geben und Fragen zu beantworten. "Die Menschen sind froh, dass es wieder etwas vorwärts geht", so die Erfahrung von Knopp.

Denis Knopp (r.) und Hendrik Pfadenhauser vom Ordnungsamt waren am Montag unterwegs, um Geschäftsleute aufzusuchen, Hilfestellung zu geben und Fragen zu beantworten. "Die Menschen sind froh, dass es wieder etwas vorwärts geht", so die Erfahrung von Knopp. © Thomas Schroeter


  • Nur 1 Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich im Laden befinden. Viele Läden reduzieren das sogar. Manche kleine Boutiquen oder Handyshops lassen nur jeweils 1 Kunden in den Laden, bei Street One etwa gibt es die Regel 1 Kunde je 20 Quadratmeter.
  • In vielen Läden, etwa bei Loskill, sind alle Mitarbeiter permanent mit Mund-Nase-Masken oder sogar mit Vollvisieren geschützt. Desinfektionsmittel für die Hände oder zur Säuberung von Flächen ist flächendeckend im Gebrauch.
  • Abstandsmarkierungen finden sich in quasi allen Läden, draußen vor den Läden sieht das schon schwieriger aus. Aber die Menschen, so war zu beobachten, haben sich ans Abstandhalten gewöhnt.

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