Die Abiturprüfungen sind am Freitag gestartet. Bis zum 5. Mai werden schriftliche Klausuren geschrieben. © picture alliance/dpa
Abitur

Das Abitur hat begonnen: Nicht jeder Schüler ließ sich vorher testen

Mit Englisch starteten am Freitag in Castrop-Rauxel an Schulen die Abi-Klausuren. Fast alle Schüler ließen sich vorher testen. Ein Schulleiter sagt: „Jetzt müssen wir noch 10 Tage durchhalten.“

Für die Abiturienten haben am Freitag die Abi-Klausuren begonnen – nach einem Jahr im Corona-Krisen-Modus. Kein anderer Jahrgang hatte es schwerer. Zum Auftakt kamen diejenigen Schüler, die Englisch als eines der Abi-Fächer gewählt haben. Wir haben im Adalbert-Stifter-Gymnasium, Ernst-Barlach-Gymnasium und in der Willy-Brandt-Gesamtschule nachgefragt.

95 Schüler wollen am Adalbert-Stifter-Gymnasium das Abitur machen. „Es läuft gut“, sagt Schulleiter Joachim Höck am Freitag. Da kamen die ersten 44 Schüler in die Schule. In der Aula und im großen Kunstraum sowie einem weiteren Raum wurde geschrieben – und so mit ausreichendem Sicherheitsabstand. 37 der Schüler hatten Englisch als Leistungskurs, 7 als Grundkurs.

Im dritten Raum schrieben diejenigen Schüler, die keinen Test machen wollten. „Das waren etwa 12“, so Joachim Höck. Laut Corona-Schutzverordnung musste ihnen die Prüfung in einem separaten Raum ermöglicht werden. Alle anderen hatten sich bereits am Vortag in der Schule testen lassen, in kleinen Gruppen und ebenfalls mit einem Abstand von 2 bis 2,5 Metern. „Wir wollten das nicht direkt vor den Klausuren machen“, so der Schulleiter. So stand auch schon am Freitagmorgen fest, dass alle Schüler schreiben konnten.

Alle Testergebnisse waren negativ

„Jetzt müssen wir zehn Tage durchhalten“, sagt Joachim Höck und meint damit seine Q2. Am 4. Mai sind die schriftlichen Prüfungen durch. Das bis dahin doch noch Corona in die Prüfungen eingreift, die Sorge schwingt mit – auch wenn der Start unproblematisch war.

Auch an der Willy-Brandt-Gesamtschule gab es bei den Schnelltests kein positives Ergebnis. Hier kamen die Abiturienten am Freitag bereits um 8.30 Uhr in die Schule und fanden an den Plätzen die Schnelltests vor. Um 9 Uhr startete die Klausur für 13 Leistungskurs-Schüler und 4 Grundkurs-Schüler. Insgesamt sind an der Gesamtschule 33 Schüler zu den Abiprüfungen zugelassen, sagte Oberstufenleiter Heinz-Hermann Tophoven.

Am 4. Mai wird an der WBG die letzte schriftliche Prüfung sein. Mathematik-Kenntnisse sind dann gefragt. „Unterschwellig ist da immer die Angst, dass ein Teil der Schüler in Quarantäne muss“, sagt Tophoven. Aus diesem Grund findet er es auch gut, dass gerade kein Präsenzunterricht erlaubt ist und sich dies auch mindestens in der kommenden Woche fortsetzen wird.

Appell an Schüler, im Vorfeld bereits die Kontakte zu beschränken

„Wir haben die Schüler bereits im Vorfeld gebeten, die Kontakte einzuschränken“, sagt er. Während der Vorbereitungsphase nach den Osterferien, für die die Abiturienten in die Schule kamen, wurden sie deshalb täglich getestet. Auch hier gab es kein positives Testergebnis.

Das Ernst-Barlach-Gymnasium hatte während der Vorbereitung bereits eine Teststraße aufgebaut, um so jeden Schüler der Q2 einzeln testen zu können. Damit soll vermieden werden, dass gleich ganze Gruppen in Quarantäne müssen. So war es jetzt auch vor der ersten Abiklausur. Dabei können sich die Abiturienten entweder vor der Klausur oder schon am Vortag testen lassen.

„Da alle Schüler der Q2 am Vortag wegen der Zulassung in der Schule waren, haben sich da schon alle testen lassen“, so Schulleiter Dr. Friedrich Mayer. Ein positives Ergebnis gab es auch hier nicht. Den Test habe kein Schüler verweigert. Geschrieben wurde dann in der Aula (Grundkurs) und Sporthalle (Leistungskurs). Insgesamt wollen am EBG 120 Schüler ihr Abitur machen.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen