Das denken Castrop-Rauxeler über die grüne Welle

"Keine freie Fahrt" auf der B235

In der vergangenen Woche haben wir nach den Erfahrungen mit der Grünen Welle auf der B 235 gefragt und viele Antworten bekommen. Von der grünen Welle sind die Castrop-Rauxeler enttäuscht. Freie Fahrt? Von wegen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Teilen Sie es uns in unserem Formular mit.

CASTROP-RAUXEL

, 06.10.2016, 05:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das denken Castrop-Rauxeler über die grüne Welle

Die B235 ist die meist befahrene Straße in Castrop-Rauxel. Täglich wird sie von ca. 25.000 Autos genutzt.

„Funktioniert kein Stück“, schrieb uns ein Leser ganz knapp. Wobei die Grüne Welle auf der kompletten B 235 in unserer Stadt wohl eher ein Phantom gewesen sein könnte. Achim Waldert, Experte im städtischen Ordnungsamt, verweist darauf, dass es partielle Grüne Wellen gebe. In bestimmten Abschnitten, deren Ampeln sukzessive aufeinander abgestimmt würden.

Hendrik Böhm hat uns dies geschrieben: „Morgens, wenn ich von der Amtstraße auf die B 235 wechsle, warte ich eine Ewigkeit an der Ampel, damit ich endlich auf die B 235 abbiegen kann. Mit 50 km/h komme ich nur bis zur Kreuzung Dortmunder Straße, dort erwartet mich dann tagtäglich eine Rotphase. Nach Feierabend biege ich dann von der Dortmunder Straße auf die B 235, dort an der Kreuzung erwartet mich natürlich eine Rotphase, die nächste kommt direkt am Alten Rathaus, wenn ich direkt zum Sport ins Fitnessstudio fahre, erwartet mich die nächste Phase am Engelsburgplatz und an der Kreuzung B 235/Pallasstraße.“

"Funktioniert schon lange nicht"

Dieter Nellen ist der Meinung, dass das Thema mehr schön geredet werde. Er schreibt u.a.: „Seit Einführung der ‚Freien Fahrt‘ auf der B235 hatte ich ein einziges Mal, Sonntagmorgen um 9 Uhr, eine freie Fahrt von Habinghorst zur Altstadt. Ansonsten stehe ich mehrfach an den Kreuzungen bei jeder Fahrt, mit vielen anderen zusammen. Ob in Höhe EVK/Rathaus, an der Feuerwache, am Flüchtlingsheim/Burger King, Höhe Pallasstraße: man steht. Dass Waldert von ‚im Idealfall ist ein Durchkommen möglich‘ redet, ist schon unverschämt, da er die Situation kennt. Den Idealfall gibt es nur wie bei einem Lottogewinn von 1:1 Million.“

Martin Scheidemann-Oberven sagt: „Die grüne Welle funktioniert schon lange gar nicht. Speziell zwischen Engelsburgplatz bis Habinghorst wird gerne auf Rot geschaltet, wenn man sich nähert. Und ironischerweise bekommt man grün, wenn sich Querverkehr nähert, den die Ampel ausbremsen kann – speziell spät nachts bzw. früh morgens zu beobachten.“

Ein erzieherischer Charakter?

Die „intelligente“ Steuerung der Ampeln sorge immer wieder für spontane und heftige Bremsmanöver, schreibt ein weiterer Leser. Scheinbar strebten die meisten Ampeln einen „erzieherischen Charakter“ an, indem sie wenige Meter vor Überqueren der Haltelinie auf Rot springen (selbst bei Tempo 50).

Kurz bevor man dann zum Stehen gekommen sei, schalteten sie auf Grün um. Positiv ließe sich bloß anmerken, dass man als Wartender einer nebengeordneten Straße der B 235 nachts nicht sinnlos lange vor einem Rotlicht warten müsse, wenn auf der B 235 kein Auto zu sehen sei.

 

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