Das soll Sicherheit an Leoplatz und ASG kosten

Kosten-Aufstellung mit Karte

92.000 Euro könnten Sicherheitsmaßnahmen an Leoplatz und Adalbert-Stifter-Gymnasium kosten. Die Pläne stellt die Stadtverwaltung in dieser Woche erstmals im Betriebsausschuss 3 der Politik vor. Wir haben die einzelnen Punkte aufgeschlüsselt und zeigen in einer Karte, was sich ändern soll.

CASTROP

, 18.09.2017, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das soll Sicherheit an Leoplatz und ASG kosten

Weiter im Blickpunkt der politischen Diskussion: der Kulturplatz Leo.

Die Kosten stellt die Stadtverwaltung in der kommenden Woche erstmals im Betriebsausschuss 3 der Politik vor. Insgesamt stehen nach Auswertung der Angebote, die der Stadt vorliegen, Kosten in Höhe von 92.000 Euro an.

Das sind die Posten im Einzelnen:

45.000 Euro: Poller

Es werden zwei Polleranlagen mit je drei Pollern errichtet, bei der sich die Stadt mit einem Volumen von etwa 20 000 Euro als Eigenleistung bei der Installation selbst einbringt. Die Poller sind elektrisch und sperren die Einfahrt von der Leonhardstraße an beiden Seiten zwischen 22 und 6 Uhr ab. Radfahrer und Fußgänger können weiterhin durch, Rettungskräften wird die Durchfahrt ebenfalls ermöglicht, heißt es.

 

35.000 Euro: Zäune und Tore

Für die Einfriedung des Geländes und die Sperrung des Lehrerparkplatzes sollen Zäune und Tore errichtet werden. Das vorhandene Tor an der Zufahrt zum Parkplatz von der Viktoriastraße aus wird demnach am Nachmittag verschlossen, muss dafür aber instand gesetzt werden. Hausmeister und Schulleitung des ASG sollen für die Schließzeit die Verantwortung übernehmen.

Der Zugang von der Viktoriastraße zwischen Gymnasium und Schillerschule wird durch einen Zaun verhindert. Auch am Eingang der Sporthalle wird ein Zaun mit Tor aufgestellt. Hier sind Schule und Vereine für die Schließung außerhalb der Schulzeiten zuständig.

6000 Euro: Wachdienst

So viel kostet ein Wachdienst in der „kleinsten Ausführung“ für Sicherheitskontrollen auf dem Gelände. Laut Verwaltungsvorlage soll er an drei Tagen der Woche, davon einmal am Wochenende, zwischen 22 und 6 Uhr auf Patrouille gehen. Dabei sollen diese Kontrollen nicht nur am ASG, sondern auch an Orten stattfinden, die aufgrund der Vandalismus-Listen der Stadtverwaltung zusammengestellt werden. Welche das sind, soll im Ausschuss besprochen werden.

Der Wachdienst einer privaten Sicherheitsfirma ist als mobil gekennzeichnet. Er soll noch in diesem Jahr als einer der ersten Schritte des Sicherheitskonzepts umgesetzt werden.

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6000 Euro: Bewegungsmelder

Fünf Leuchten mit Bewegungsmeldern sollen rund um ASG und Leoplatz neu angebracht werden.

 

... Euro: Videoüberwachung?

Noch nicht eingebracht ist ein konkreter Posten zur Regelung einer Videoüberwachung. Zwar gebe es Angebote für ein Vierer-Außenkamera-Set für 1600 Euro und ein Achter-Set mit Außen- und Innenkameras (2800 Euro) und eine angenommene Eigenleistung in Höhe von zusätzlich 5000 Euro für die Montage. Die Videoüberwachung sei aber, so heißt es in der Kostenaufstellung, „aus Datenschutzgründen schwer umsetzbar“.

In der Ausschussvorlage ist dennoch konkreter die Rede davon: Die vier Kameras seien per Bewegungsmelder, nach Zeitplan oder dauerhaft im Aufzeichnungsmodus. Sie seien nur vor und nach Schulschluss und nur in Eingangs- und Ausgangsbereichen einsetzbar. Eine Ausweitung mit vier weiteren Kameras für sensible Schulräume wie Sekretariat, IT-Räume, Lehrerzimmer und Schulleitungs-Büro sei möglich, wenn die Schule Bedarf anmelde.

Die Verwaltungsvorlage schließt so: „Die Deckung der außerplanmäßigen Auszahlungen wird dem Rat unverzüglich zur Kenntnis gegeben. Grundsätzlich ist die Umsetzung noch in 2017 vorgesehen.“ Zunächst wird der Plan in B1 (20. September), B2 und B3 (21. September) vorgestellt.

Ein Sicherheitskonzept für alles?
Das Konzept, das als Prüfauftrag aus der Ausschusssitzung von Ende Juni hervorgegangen ist, ist spezifiziert auf den Bereich ASG / Kulturplatz Leo.
Es soll sich in Teilen aber auch auf die anderen 137 Gebäude der Stadt übertragen lassen, wie es in der Vorlage heißt.
Die einzelnen Gebäude seien nach (Problem-)Lage nicht vergleichbar, darum könne man nicht einfach ein einheitliches Sicherheitskonzept für alle Gebäude aufstellen.

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