Das Kinderhospiz Sonnenherz ist auf einem guten Weg

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Das geplante Kinderhospiz erfährt viel Unterstützung. Die braucht das ehrgeizige Projekt auch. Wer möchte ein aktuelles Trikot des BVB mit den Unterschriften der Stars haben?

Castrop-Rauxel

, 26.10.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit Fußball hat Elisabeth Grümer eigentlich nicht viel am Hut. Das hat sich nun aber ein wenig gedreht, seit die Stiftungsgründerin die BVB-Stiftung „Leuchte auf“ und den SV Urania Lütgendortmund zu den Unterstützern für das geplante Kinderhospiz Sonnenherz zählen kann.

In den vergangenen Monaten hat sich eine Menge getan, damit aus dem Herzenswunsch der 71-jährigen Frohlinderin Wirklichkeit werden kann, direkt neben dem seit 2012 bestehenden Hospiz für Erwachsene eine Einrichtung für Kinder zu verwirklichen. Wunsch-Termin für den ersten Spatenstich ist der 9. September 2019.

Das Grundstück wird über Castrop-Rauxel erschlossen

Zwar wird das Kinderhospiz nicht auf Castrop-Rauxeler, sondern Dortmunder Stadtgebiet gebaut, aber erschlossen wird das Grundstück über Castrop-Rauxel, so Architekt Klaus Winkelmann. „Wir haben entsprechende Abstimmungsgespräche mit der Verwaltung geführt.“

Die Planung für den Baukörper ist mittlerweile modifiziert. Auf dem Grundstück gebe es einen Höhenunterschied von sechs Metern, deshalb hätte nachjustiert werden müssen. „Das bogenförmige beim Baukörper ist geblieben“, erklärt Winkelmann. Und natürlich das Helle, das Freundliche. Neun Plätze sind jetzt geplant. Die Altersspanne liegt bei Null bis 14 Jahren. In der ersten Etage gibt es drei Zimmer für Angehörige, auch Tagespflege soll angeboten werden.

Das Kinderhospiz Sonnenherz ist auf einem guten Weg

Der Grundriss des Kinderhospizes auf Dortmunder Stadtgebiet. © Ansicht Flyer

„Die Unterstützung, die wir erfahren, macht uns dankbar und erfüllt uns mit Hoffnung“, sagt Elisabeth Grümer. Hoffnung braucht es auch, denn für den Betrieb des Kinderhospizes brauche man enorme Eigenmittel, die etwa durch Spenden und Aktionen generiert werden müssen. Weil die Kassen etwa bei den Kosten für die Elternzimmer außen vor seien. Ein kleineres Hospiz in Hamburg, sagt Elisabeth Grümer, brauche im Jahr bis zu einer halben Million Euro. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei vier Millionen Euro.

„Wir freuen uns über jede Spende, bei uns zählt jeder Cent“, sagt Elisabeth Grümer. Am Dienstagmittag sind Günther und Volker Schneider mit einem dicken Scheck auf dem Grümer-Hof vorbeigekommen. Der 1. Vorsitzende und der Geschäftsführer des Kreisliga-A-Vereins SV Urania Lütgendortmund überbrachten 1328 Euro, das Pfandgeld, das sie auf der Pflaumenkirmes an ihrem Bierstand eingenommen haben. Köhle ist gebürtiger Frohlinder, er kennt das neue Projekt.

Das Kinderhospiz Sonnenherz ist auf einem guten Weg

Die Nord- (oben) und Südansicht des Kinderhospizes, das Ende 2020 fertiggestellt sein soll. © Ansicht Flyer

Die BVB-Stiftung „Leuchte auf“ hat ein Trikot mit den Unterschriften der BVB-Spieler und einen Ball spendiert. Beide sollen am 8. Dezember bei einem Weihnachtsevent des Baustoffhandels hinter dem alten Hafenamt in Dortmund bei einer Tombola verlost werden. Die Sparkasse Vest hat das Inventar für das Büro des Kinderhospizes zur Verfügung gestellt, das sich im Nebengebäude des Grümer-Hofs an der Dortmunder Straße befindet.

Auch Goldschmieding, das WLT und viele andere gehören noch auf die Unterstützer-Liste. Besonders rührend fand Elisabeth Grümer die Spende von Kindern aus der Kita Heilige Schutzengel, riesige Freunde herrscht auch über ein zugesagtes Auto der Lions aus Dortmund.

Von Mai bis Oktober dieses Jahres ist der Förderverein für das Kinderhospiz von Null auf 60 Mitglieder angewachsen. Wer mithelfen will, meldet sich unter Tel. (02305) 6427, Mail: Buero@stiftung-hospiz.de.

Trikot-Versteigerung Und jetzt noch mal zum Fußball: Unsere Zeitung bekommt über die Stiftung ein BVB-Trikot der aktuellen Saison mit den Unterschriften von Reus, Götze, Bürki und Co. Wir geben das Trikot gegen Höchstgebot für das Hospiz ab. Interesse? Dann schicken Sie bis zum 2. November eine E-Mail mit Ihrem Gebot an: lokalredaktion.castrop@mdhl.de
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