Der EUV stellt dem Bringhof und den Bürgern ein gutes Zeugnis aus

rnBringhof Ickern

Der Bringhof am neuen Standort in Ickern wird hervorragend angenommen. Und die Öffnungszeiten sind erweitert worden. Es gibt aber auch Kritik wegen der Annahme von Problemmüll.

Castrop-Rauxel

, 28.06.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp 16.000 Anlieferungen, über 1500 Tonnen entsorgter Abfall in den ersten fünf Monaten – die Zahlen zeigen: Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Castrop-Rauxel nehmen den Bringhof des EUV- Stadtbetriebs am neuen Standort Deininghauser Weg 103 in Ickern sehr gut an.

In den ersten Monaten seit der Eröffnung am Deininghauser Weg wurden 210 Tonnen Restabfall, über 190 Tonnen Sperrmüll, 180 Tonnen Bauschutt und knapp 430 Tonnen Grünabfall, inklusive kostenlose Grünabfall- und Tannenbaumsammlung, über den neuen Standort entsorgt.

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Täglich 150 Anlieferungen am Deininghauser Weg

„Durchschnittlich hatten wir im Zeitraum Januar bis Ende Mai täglich 149 Anlieferungen“, berichtet EUV-Vorstand Michael Werner. Der den Bringhof fast schon als systemrelevant in Corona-Zeiten adelt. Lässt man die Tage im März und April, an denen der Bringhof wegen der Pandemie schließen musste, außen vor, lag die Zahl der Anlieferungen sogar bei 211 pro Tag.

„Dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger uns in den vergangenen Wochen für die Präventivmaßnahmen viel Verständnis entgegengebracht haben, möchten wir uns herzlich bedanken“, betont Michael Werner.

Sortenreinheit der Wertstoffe ist verbessert worden

So musste der Bringhof aufgrund der Pandemie zwischenzeitlich geschlossen und die kostenlose Grünabfallsammlung vorübergehend eingestellt werden. Im Sinne der Bürgerinnen und Bürger hat der EUV die Sammelaktion nach Wiedereröffnung des Bringhofes bis Mitte Mai verlängert. „Durch das Annahmesystem auf dem Gelände der Firma Lobbe als Betreiberin des neuen Bringhofes konnte die Sortenreinheit der Wertstoffe verbessert werden“, erklärt EUV-Vorstand Michael Werner und ergänzt: „Zudem konnten die Wartezeiten durch die Abwicklung vor Ort reduziert werden.“

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Erweitert hingegen wurden die Öffnungszeiten am Deininghauser Weg 103: Donnerstags ist der Bringhof bis 18 Uhr und somit zwei Stunden länger, samstags bis 13 Uhr und somit eine Stunde länger geöffnet. Die Öffnungszeiten des Bringhofes in Ickern im Überblick:

  • Montag: 13 bis 16 Uhr
  • Dienstag: 9 bis 16 Uhr
  • Mittwoch: 9 bis 16 Uhr
  • Donnerstag: 9 bis 18 Uhr
  • Freitag: 9 bis 16 Uhr
  • Samstag: 8 bis 13 Uhr.

Werner sagt: Wir sind in der Klärung mit Lobbe

In der Sitzung des EUV-Verwaltungsrats am Mittwoch, 24. Juni, fragte Grünen-Fraktionschef Bert Wagener: „Warum ist es nicht mehr möglich, Problemabfälle wie früher am alten Standort vorbeizubringen, sondern nur noch, wenn der Umweltbrummi im Einsatz ist?“

Werner sagt, der EUV befinde sich hier in der Klärung mit Lobbe. In Pöppinghausen, so Werner weiter, seien die Problemabfälle eben auch deshalb von montags bis freitags angenommen worden, weil es dort in der „Garage“ einen fachkundigen Mitarbeiter gegeben habe.

Umweltbrummi sammelt in einem Jahr 100 Tonnen Problemmüll

Also eine Frage der Kapazitäten oder womöglich der Kosten? Werner deutete an, dass es möglicherweise Veränderungen geben könnte, wenn der neue Verwaltungsrat das in Verbindung mit dem Doppelhaushalt, der 2020 und 2021 gilt, angehen wolle. Der Umweltbrummi sammele im Übrigen mit seinen Samstag-Einsätzen 100 Tonnen Problemmüll im Jahr in Castrop-Rauxel.

Bert Wagener sprach in diesem Zusammenhang von einer Verschlechterung der Leistungen. Und die laute Kritik an Zahlungs- oder Berechnungsmodalitäten, die es nach der Eröffnung des neuen Standorts und im Frühjahr gegeben hat, scheint zwar mittlerweile verebbt zu sein. Aber auch nicht ganz stumm.

Vor wenigen Wochen fiel eine Familie aus Schwerin aus allen Wolken, als sie für die Annahme der Sachen von einem kleinen Anhänger 100 Euro bezahlen musste.

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