Der Vogel besteht aus Weichholz, Leim und Farbe, aber keiner Schraube

ABSV Henrichenburg

Clemens Hartmann und Christian Welmann haben sich viel Mühe mit ihrer Arbeit gegeben. Am Montag werden sie ansehen müssen, wie die Arbeit in kurzer Zeit zerstört wird. Unter großem Jubel.

Henrichenburg

, 03.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Der Vogel besteht aus Weichholz, Leim und Farbe, aber keiner Schraube

Christian Welmann (links) und Clemens Hartmann haben nun zum vierten Mal den Schützenvogel gebaut © Clemens Hartmann

Beim Schützenfest des ABSV Henrichenburg muss am Montag, 8. Juli, der hölzerne Vogel zum Absturz gebracht werden, um einen neuen Schützenkönig zu ermitteln. Dann werden rund 140 Arbeitsstunden der beiden Vogelbauer, Clemens Hartmann und Christian Welmann, in Stücke geschossen. „Dafür ist der Vogel gedacht“, sagt Hartmann, „wenn wir da keinen Spaß dran hätten, würden wir das nicht machen.“

Beide werden wohl selbst auf ihr Werk schießen, jedoch wohl ohne sich eine der begehrten Insignien (Apfel, Zepter, Krone) zu sichern. Auch ein Souvenir, wie die Flügel, kommt kaum in Frage. „Wir haben alle Teile über Stunden in der Hand gehabt, brauchen wir nicht“, sagt Hartmann.

Kopf aus zusammengeleimtem Fichtenholz

Zahlreiche Samstagnachmittage haben sie in den Vogel gesteckt. Aus zusammengeleimten Fichtenholz entsteht der Rumpf. „Da zeichnet man erst mal mehrfach, bevor man absägt“, so Hartmann.

Der Vogel besteht aus Weichholz, Leim und Farbe, aber keiner Schraube

In der Rohversion sah der Vogel so aus. Da fehlte noch die Bemalung. © Clemens Hartmann

Die Flügel sind ein kleines Kunstwerk. Der Vogel muss unter einen Kugelfang mit 1,35 Metern passen. Daher haben die Vogelbauer die Flügel auseinander geschnitten – und sie in gebogener Form wieder zusammengeklebt. „Das wirkt schon imposanter“, erklärt Hartmann.

Nur Weichholz, Leim und Farbe kommen zum Einsatz. Hartmann: „Da ist keine Schraube drin, kein Stück Metall.“ Denn die könnten zu Querschlägern führen.

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