Neubau-Projekt

Diakonie-Zentrum statt Schandfleck: Pläne sind ins Stocken geraten

Ginge es nach ursprünglichen Plänen, würde jetzt bereits das Diakonie-Zentrum an der Kleinen Lönsstraße stehen. Doch noch versteckt sich nur eine Gammel-Immobilie hinter Gestrüpp.

Hinter Gesträuch, fast nicht mehr erkennbar, steckt ein Schandfleck der Stadt. Dass hier vor Jahren Aldi, Marktfrisch und Fleischer Christoph Grabowski ihre Waren anboten, lässt sich noch an einem Park-Hinweisschild am Rande der Kleinen Lönsstraße entdecken. Seitdem sie dort ausgezogen sind, fällt die Immobilie langsam in sich zusammen und wächst zu. Schön längst sollte hier gebaut werden. Doch noch tut sich hier nichts.

Gebaut werden soll allerdings weiterhin. Das bestätigt Investor Andreas Heier. Schon 2019 gab es Pläne für ein Diakonisches Zentrum. Auch von seniorengerechten Wohnungen und zwei Demenz-Wohngemeinschaften war damals die Rede. Die Heier GbR und das Diakonische Werk mit seinem Hauptsitz in Herne wollten das Projekt realisieren.

Im März 2020 sprach Andreas Heier davon, dass der Bauantrag bald gestellt werden könne. Im Herbst 2020 sollte mit dem Bau begonnen werden. So war damals die Idee.

Diakonisches Werk hat seine Pläne überarbeitet

Ein Jahr später ist noch nichts passiert. Die Immobilie gammelt weiter vor sich hin. Das Diakonische Werk plane allerdings weiterhin, erklärt Andreas Heier auf Anfrage unserer Redaktion. „Die Diakonie-Station soll kommen.“ Derzeit ist die Diakonie-Station am Biesenkamp ansässig.

Auch an den altersgerechten Wohnungen werde festgehalten, so Heier. Allerdings hätten sich die Pläne geändert. Daran sei unter anderem auch die Corona-Pandemie verantwortlich. Zurzeit würden noch Details erarbeitet.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen