Die Bürgermeisterkandidaten brutzeln um die Wette

Meisterschaft am Grill

Fünf Kandidaten treten am 13. September im Rennen ums Bürgermeisteramt gegeneinander an. Vier von ihnen haben sich am Sonntag schon miteinander gemessen: Bei der Grillmeisterschaft in der Kleingartenanlage "Auf dem Lohfeld" brutzelten sie um die Wette. Nur das Wetter spielte nicht mit.

Merklinde

, 16.08.2015 / Lesedauer: 3 min
Die Bürgermeisterkandidaten brutzeln um die Wette

Die Bürgermeisterkandidaten (v.l.) Rajko Kravanja, Michael Breilmann, Nils Bettinger und Hakan Sönger grillten am Sonntag gegeneinander.

Vier Kandidaten sind angetreten, lediglich Manfred Fiedler (Bündnis 90/Die Grünen) hatte kurzfristig abgesagt. So schwitzten sie zu viert an ihren Grills - in Regenjacken. 

Die Veranstaltung in der Merklinder Kleingartenanlage hätte mehr Publikum verdient gehabt. Weil es aber seit Sonntagmorgen konstant wie aus Eimern schüttete, war der Andrang überschaubar. Rajko Kravanja (SPD), Michael Breilmann (CDU) und Nils Bettinger (FDP) hatten ihre Grills unter Partei-Pavillons aufgebaut. Hakan Sönger (Die Linke) hatte nur zwei Sonnenschirme, die er zu Regenschirmen umfunktioniert hatte.

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Die Bürgermeisterkandidaten grillen um die Wette

Vier der fünf Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 13. September sind am Sonntag gegeneinander angetreten: Bei der Grillmeisterschaft in der Kleingartenanlage "Auf dem Lohfeld" haben sie sich miteinander gemessen. Nur das Wetter hat mit Dauerregen nicht gut mitgespielt.
16.08.2015
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Warten auf den Beginn der Versammlung: Zu diesem Zeitpunkt am Freitagabend waren längst nicht alle Mitglieder bereits drin. Die Veranstaltung startete mit anderthalb Stunden Verzögerung.© Foto: Dominik Möller
Mit Fleischspießen hat FDP-Kandidat Nils Bettinger versucht, die Jury zu überzeugen. © Foto: Engel
Erst schnippeln, dann grillen: Hakan Sönger (Die Linke).© Foto: Engel
Michael Breilmann (CDU) gewann den Grill-Wettbewerb der Bürgermeisterkandidaten.© Foto: Engel
Rajko Kravanja (SPD) zeigt sein mariniertes Filet. © Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten (v.l.) Rajko Kravanja, Michael Breilmann, Nils Bettinger und Hakan Sönger grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Bürgermeisterkandidaten grillen gegeneinander© Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Die Bürgermeisterkandidaten grillten am Sonntag gegeneinander.© Foto: Engel
Schlagworte Castrop-Rauxel

Die Kandidaten waren locker bis entspannt – obwohl sie in direkter Konkurrenz standen und stehen. Nicht nur in dem Wettbewerb, sondern auch im Wahlkampf.

Für alle war es die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Nicht nur in puncto Geschick und Ideenreichtum am Grill. Auch wenn der kulinarische Teil bei der Veranstaltung im Vordergrund stand, war es so viel mehr als „nur ein bisschen grillen“. Und bei entsprechender Witterung wäre das wahrscheinlich auch deutlicher geworden. Ein Trugschluss war jedoch die Parksituation vor Ort. Auf beiden Straßenseiten des Hellwegs parkten Autos.

Und im ersten Moment sah es so aus, als sei der Zulauf zum Bürgermeister-Barbecue enorm. „Mit einem Blick aufs Wetter hätte man die Veranstaltung vielleicht verschieben sollen“, sagte Nils Bettinger. Nicht, weil er keine Lust auf die Grillmeisterschaft gehabt hätte, sondern weil er der Meinung ist, dass der Kleingartenverein mehr Gäste verdient gehabt hätte.

"Extrem schade"

Von einer Verlegung sprachen Breilmann und Kravanja nicht, jedoch hätten auch die Kandidaten von CDU/FWI und SPD gern mehr Gästen gezeigt, was sie am Grill draufhaben. „Es hat sich richtig eingeregnet, das ist extrem schade“, sagte Breilmann. Am Grill wurde er unterstützt von Manfred Postel (FWI), seinem Zwillingsbruder Matthias und einer Freundin. Und genau diese Kombination war es schließlich auch, die das Sieger-Menü gezaubert hatte.

Eine unabhängige Jury probierte, was die Kandidaten mit Unterstützung fabriziert hatten. Die Probier-Portionen wurden in schlichten, durchnummerierten Pappschachteln zur Jury gebracht. Es hatte ein bisschen was von der Koch-Doku „Das perfekte Dinner“.

Denn das Grillgut wurde nicht einfach lieblos in die bereit gestellten Schalen geworfen, sondern ansprechend angerichtet. Das Auge isst schließlich mit, da waren sich die vier Kandidaten sicher und einig. Ob der Ausgang des Grillwettbewerbs jedoch Rückschlüsse auf die Wahl am 13. September zulässt, ist noch nicht erwiesen...

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