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Die Castroper Fußgängerzone am alten Hertie-Haus ist nachts ein Eldorado für Ratten

Rattenplage

Abends und nachts wird die Fußgängerzone am Simon-Cohen Platz und am Münsterplatz in der Castroper Altstadt zu einem Eldorado für Ratten, so ein Anwohner. Der Stadt ist das Problem bekannt.

Castrop

, 18.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Die Castroper Fußgängerzone am alten Hertie-Haus ist nachts ein Eldorado für Ratten

Ratten sollen in der Nähe des Busbahnhofs abends und nachts Stammgast sein. © picture alliance / Bernd von Jut

Hubert Becker, Innenarchitekt und Mitbesitzer eines großen Gebäudekomplexes in diesem Altstadt-Bereich, erzählte das der Redaktion.

„Ab 23 Uhr sollen sie immer rauskommen“, so Becker. Darauf habe ihn der Inhaber der Kneipe „Zum Bus“ in der Nähe des Busbahnhofes hingewiesen, der das Geschehen zu später Stunde regelmäßig beobachte.

Becker informierte das Ordnungsamt darüber in einem Brief. Vor etwa zwei Wochen. „Man werde sich mit der Sache befassen, war die Antwort“, so Becker. Sichtbar passiert sei, so sein Eindruck, bisher aber noch nichts.

Ursprung der Rattenplage gesucht

Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung bekommt unsere Redaktion Antwort von Sprecherin Uta-Christina Stevens: „Das Problem ist der Stadtverwaltung bekannt. Es wird lokalisiert, woher das Rattenproblem kommt.“ Gleichzeitig werde die Kanalisation mit Giftködern belegt und regelmäßig kontrolliert.

Die Castroper Fußgängerzone am alten Hertie-Haus ist nachts ein Eldorado für Ratten

Aus diesem Tor sollen, so sind sich Anwohner und Besitzer der Nachbargebäude sicher, abends viele Ratten hervorkommen. © Matthias Stachelhaus

Die Frage nach dem Ursprung der Rattenplage beantwortet Becker schnell, zeigt aus dem Fenster seines Büros auf die Einfahrt zwischen den Bekleidungsgeschäften Zeemann und Ernstings Family. Da sollen die kleinen Nager immer herauskommen.

Hausbesitzer sind erst einmal zuständig

Ein mögliches Problem: die Gebäude in diesem Bereich gehören nicht der Stadt. Die ist aber nur dafür zuständig, um Ratten im öffentlichen Raum zu bekämpfen. Auf Privatgelände ist zunächst der Besitzer verantwortlich.

Tipps

So hält man Ratten fern

  • Kein Essen in die Toilette oder in den Ausguss kippen.
  • Im Freien sollten Mülltonnen, Müllsäcke und die Biotonne verschlossen stehen und nicht mit Essensresten überquellen. Stellen Sie Müll für die Müllabfuhr, wenn möglich, erst kurz vor Abholung vors Haus.
  • Keine Essensreste, vor allem nicht Fleisch und Knochen, auf den Komposthaufen werfen.
  • Essensreste nicht in der Natur entsorgen, sondern in geschlossenen Behältern wie Mülleimern.
  • Auch Tierfutter lockt Ratten an, größere Mengen nicht draußen lagern. Taubenfütterungen locken ebenfalls Ratten an.
  • Türen zum Garten und Kellerfenster geschlossen halten.
  • Türspalten, Ritzen, Fugen und das Abflusssystem gegen Ratten absichern (Bürstenstreifen, Gitter etc.).
  • Ratten haben flexible Rippen, wenn der Kopf durchpasst, dann passt auch der restliche Körper. Zudem können sie bis zu drei Minuten lang tauchen.
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