Die große Lösung kommt - aber: Der Altstadtring wird erst später saniert

rnStraßensanierung

Der Altstadtring zwischen Engelsburgplatz und Karlstraße soll auf Vordermann gebracht werden. Die Stadt spricht von finalen Abstimmungen. Aber der Baubeginn rückt noch mal nach hinten.

Castrop

, 09.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Altstadtring wird wieder verschoben. Nein, es geht nicht um eine Verschwenkung des wichtigen Straßenstücks an der Peripherie der Castroper Altstadt. Sondern um die schon seit mehr als zwei Jahren geplante Sanierung, für die die Landesbehörde Straßen.NRW aufkommen muss.

Letzter Sachstand war, dass die Bagger in diesem Jahr rollen sollen. „Wir sind in der finalen Abstimmungsphase mit den Planern und den Fachleuten beim Landesbetrieb“, sagt EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner auf Anfrage unserer Redaktion. Kommen soll schließlich die große Lösung: Die ursprüngliche Absicht des Landesbetriebs, nur die Fahrbahn mit einem Aufwand von 1,15 Millionen Euro sanieren zu wollen, ist längst vom Tisch.

Barrierefreier Ausbau von sechs Bushaltestellen im Programm

Für die Stadt ist wichtig, dass auch der barrierefreie Umbau von sechs Haltestellen im Baupaket enthalten ist. Die Kosten dafür sind in den Doppel-Haushalt der Stadt für die Jahre 2020/21 eingestellt. Und wie gehabt wird der EUV dafür beim VRR Fördermittel beantragen. Im Einzelnen handelt es sich um die Haltestellen an der Karlstraße, Am Wiedehagen/Erinpark und am Engelsburgplatz, jeweils in beiden Fahrtrichtungen. Der Beirat für Menschen mit Behinderung, der am Dienstag, 10. März, ab 17 Uhr im Rathaus am Stadtmittelpunkt tagt, hat das Thema auf der Tagesordnung.

Zweites entscheidendes Plus beim Sanierungsprojekt ist der Bürger-Radweg. Vor zwei Jahren hatte es beim Landesbetrieb noch geheißen, dafür stünden keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Jetzt sollen die Radfahrer in beide Richtungen auf dem über einen Kilometer langen Straßenstück auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt eine eigene Spur bekommen.

Eigene Spur in beide Richtungen für Radfahrer

Außerdem sollen die Ampeln an den großen Kreuzungen an Engelsburgplatz, Holzstraße und Karlstraße/Bochumer Straße auf Vordermann gebracht werden. Und schließlich kommt noch eine komplett andere Beleuchtung - nämlich zeitgemäß mit LED.

„Wir sehen das Ganze optimistisch“, sagt Michael Werner. Was allerdings den tatsächlichen Baustart angeht, sei der Landesbetrieb am Zuge. Und der sagt auf Anfrage unserer Redaktion: frühester Termin im Jahr 2021. „Wann genau, das können wir noch nicht abschätzen“, erklärt die Medienbeauftragte Nadia Leihs. Zum neuen Kostenrahmen gab es noch keine Aussagen. Dass sich das Paket verteuern dürfte, liegt allerdings auf der Hand.

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