Marlen Kempf hat "Die Lieferbar" auf Hof Schulte-Rauxel eröffnet. © Ronny von Wangenheim
Gastronomie

„Die Lieferbar“ will Gastro-Lücke in Castrop-Rauxel schließen

Aus der Corona-Not geboren startet ein neues gastronomisches Angebot. Marlen Kempf vom Parkbad Süd will eine kulinarische Lücke in Castrop-Rauxel schließen. Dafür hat sie einen neuen Standort.

Für jeden Geschmack bietet die Gastronomie in Castrop-Rauxel etwas. Mit einer Ausnahme. Und diese Marktlücke hat Marlen Kempf (42) entdeckt. Die Inhaberin des Parkbads Süd hat sich in Zeiten des Lockdowns nach neuen Möglichkeiten umgesehen. Jetzt hat sie „Die Lieferbar“ eröffnet und setzt dort ihr neues Food-Konzept um.

Und das nicht mitten in der Stadt, sondern auf dem Hof Schulte-Rauxel an der Rieperbergstraße. In den Räumen der ehemaligen Kornbrennerei hat „Die Lieferbar“ ihre Küche. Von dort kann abgeholt werden oder von dort wird geliefert. Im Zentrum des Angebots stehen Sushis und Bowls. „Das gibt es bisher in Castrop-Rauxel nicht“, sagt Marlen Kempf. Im Blick hat sie aber auch Kunden aus Dortmund, Bochum oder Recklinghausen.

Auch wenn das Parkbad weiter Essen zum Mitnehmen kocht: Im Lockdown war Zeit, über neue Möglichkeiten nachzudenken. „Wie können wir am Leben bleiben, wie können wir Arbeitsplätze erhalten“, das waren Marlen Kempfs Gedanken. Dann pachtete sie im vergangenen November die „Essbar“ auf Hof Schulte-Rauxel. Damit hat sie genügend Platz. Und jetzt schafft sie sogar zwei neue Arbeitsplätze.

Neuer Küchenchef im Parkbad Süd bringt die asiatische Küche mit

Für ihre Idee hat sie den richtigen Partner. Oleg Kravchuk ist erst seit vergangenem Sommer ihr Küchenchef im Parkbad Süd. Mit vielen Ideen, wie man das Parkbad weiterentwickeln könne, sei er gestartet, so erzählt Marlen Kempf. Oleg Kravchuk, geboren in der Ukraine, hat in Kiew in einem Fünf-Sterne-Hotel bei japanischen und asiatischen Küchenmeistern gelernt.

In Dortmund war er Souschef unter hochdekorierten Chefs wie David Kikillus, Michael Dyllong oder Philipp Schneider, der gerade seinen ersten Stern errungen hat. „Ich möchte auch nicht ohne Stern bleiben“, sagt der Koch selbstbewusst.

Fotostrecke

Die Lieferbar will mit asiatischer Küche durchstarten

Im Parkbad hat er die Küche bereits auf ein anderes Niveau gehoben, so Marlen Kempf. In der Lieferbar kann er seine Liebe zu japanischer Küche ausleben. „Ich kann nicht leben ohne Sushi“, sagt er, „das ist meine Küche.“ Den Ton gibt er an in der Lieferbar, kochen wird dort bald vor allen Erick Ugarte (41).

Alle Speisen werden frisch zubereitet

Doch in diesen Tagen steht auch Oleg Kravchuk in der Lieferbar, rollt Sushi, schneidet rohen Lachs, Thunfisch oder Tintenfische in dünne Scheiben, erklärt auch Hilfe Dorina Neumann die richtigen Handgriffe. Im Zentrum stehen frische Lebensmittel, die von namhaften Lieferanten stammen. Alles wird frisch zubereitet. Sehr gute Qualität der Produkte und Speisen, dazu keine abgehobenen Preise, das gehört zum Konzept.

Dorina Neumann setzt die letzten Akzente in den fast vollendeten Sushi-Boxen.
Dorina Neumann setzt die letzten Akzente in den fast vollendeten Sushi-Boxen. © Ronny von Wangenheim © Ronny von Wangenheim

„Wir waren ausverkauft“, erzählt Marlen Kempf vom ersten Wochenende. Auch an diesem Donnerstagmittag ist viel zu tun. Erick Ugarte stellt eine Bowl nach der anderen zusammen, Oleg Kravchuk füllt die Sushi-Boxen. „Alles ist Handarbeit“, sagt er, während er Nigiris formt, also Reisbällchen mit Fisch und einem Hauch Wasabi belegt. Nur ein Reiskocher und eine Induktionsplatte gehören zum technischen Equipment. Viel mehr Zeit für ein Gespräch ist nicht. Denn schon bringt Marlen Kempf neue Bestellzettel in die Küche.

Japanische Küche fordert große Ästhetik

Im Vorraum hat Ludger Staudinger von Pixelpilot.TV seine Kameras positioniert. Er fotografiert einige der Menüzusammenstellungen für die Speisekarten und die Homepage. Die Ästhetik spielt eine große Rolle bei Sushi & Co. Anschließend freut er sich, dass er die Foto-Schönheiten auch genießen kann.

Von Donnerstag bis Sonntag bietet Die Lieferbar ihr Essen mittags und abends an. Neben diversen Sushi-Formen gibt es Poke Bowls, Salate als Beilagen und Cocktails zum Mitnehmen. Später, wenn sich alles eingespielt hat, sollen auch warme Gerichte dazukommen, so Marlen Kempf. Und dann könnten Gerichte auch vor Ort verzehrt werden.

Die Lieferbar

  • Hof Schulte-Rauxel, Rieperbergstraße 98, Tel. (02305) 4435544
  • Bestell- und Abholzeiten: Do-So 12-20 Uhr
  • Lieferung kostenfrei bis 15 Kilometer, danach 2,50 Euro
  • www.die-lieferbar.de
Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.