Die Zeit wird knapp für die Radstation am Hauptbahnhof

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Was wird jetzt aus der Radstation im Hauptbahnhof? Die Wewole hat ein Mietangebot vorlegt. Die Rebeq spricht wiederum von Umbau-Kosten.

Rauxel

, 27.02.2019, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Umbau des Hauptbahnhofes für den RRX soll im Sommer dieses Jahres fertig sein. Das war die gute Nachricht vor 14 Tagen. Und weil es thematisch wie räumlich in Rauxel zusammenliegt, wollte unsere Redaktion auch wissen, ob jetzt endgültig alles klar ist mit dem Verbleib der Radstation im Bahnhofsgebäude, das von der Wewole-Stiftung komplett umgemöbelt und aufgewertet wird. Denn das war Konsens aller am Verfahren Beteiligten: Dass die Radstation dort erhalten bleiben kann und in die erste Etage umzieht. Natürlich unter der Voraussetzung, dass sich das technisch machen lässt. Ursprünglich war mal davon ausgegangen worden, dass die Radstation der Rebeq nach dem Besitzerwechsel Ende Oktober 2018 aus dem Gebäude hätte ausziehen müssen.

Nachdem sich andere Alternativen zerschlagen hatten, freute man sich bei der Wewole, die erste Etage anbieten zu können. Die Rede war von einem Umzug im März, spätestens Ende März. Denn hier – im rechten Teil des Gebäudes – soll ja der neue Kiosk „NimmEssMit“ entstehen. Im linken Teil wird das Café Cappuccino übrigens bereits in der Woche nach Ostern eröffnet. „Seit November hat die Rebeq von uns ein Mietangebot“, sagt Inci Wagner von Wewole. Man warte auf ein Feedback.

Umbauarbeiten sind notwendig

Und die Rebeq? Die verweist auf die Geschäftsführung in Herten. „Ja, es ist die erklärte Absicht, dass die Radstation am Hauptbahnhof weiter laufen soll“, sagt Geschäftsführer Klaus Uhländer. Aber es sei ein größerer Umbau notwendig, man brauche eine Abstellanlage seitlich außen am Gebäude. Werkstatt und Sozialräume könnten dann in die erste Etage. Für so eine Abstellanlage müsste man allerdings auch Geld in die Hand nehmen. Das sehe die Rebeq als Aufgabe der kommunalen Infrastruktur an. Die Stadt habe wissen lassen, dass sie hier über keine Eigenmittel verfüge, sich aber um öffentliche Gelder bemühen könnte. „Ich sehe nicht, dass sich da etwas bewegt“, sagt Ruhländer. Es sei klar, so laufe die Uhr der Radstation am Hauptbahnhof runter.

Im Stadtrat am Donnerstag erklärte der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt, dass die Baugenehmigung an die Wewole schon vor einiger Zeit erteilt worden sei. Die weiteren Aufgaben lägen beim Bauherrn. Auf Anfrage unserer Redaktion sagte Dobrindt am Montag: „Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Wewole guten Willens ist, dass die Radstation bleiben kann.“

Öffentliche Förderung möglich, Einigung erforderlich

Wenn sich beide – also Wewole und Rebeq – einigten, könne man schauen, welche Chancen es für eine öffentliche Förderung gebe. Auch wenn sich die Stiftung und die Radstation nicht verständigen könnten, stünde er als Gesprächspartner bereit, um zu schauen, wie man doch noch eine Lösung hinbekommen könnte.

Spätestens beim Blick auf den Kalender wird klar: Eigentlich könnte es für die Radstation auch schon fünf nach zwölf sein.

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