Diskussion um Minarett: So hat es bei anderem Moschee-Bau im Kreis geklappt

Moschee-Pläne

Es ist ein sichtbares Symbol für die muslimische Gemeinschaft: das Minarett. Im Bauausschuss diskutierten die Politiker kontrovers darüber. In Dorsten gab es kein Problem bei gleicher Sachlage.

Schwerin

, 02.12.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diskussion um Minarett: So hat es bei anderem Moschee-Bau im Kreis geklappt

Das Gebäude auf dem Foto ist als Gemeindezentrum neu hergerichtet worden. In der Nachbarschaft dieses alten Balo-Gebäudes sol der Moschee-Standort Dortmunder Straße/Frohlinder Straße sein. © Foto: Schlehenkamp

Während in Castrop-Rauxel die Politiker noch über das Minarett der geplanten Moschee an der Dortmunder Straße diskutieren und teils Bedenken äußern, freut sich in einer Stadt im Norden des Kreises schon die muslimische Gemeinde. In Dorsten hat die Stadt eine Baugenehmigung für eine neue Moschee mit Minarett erteilt. Die Daten sind bei beiden Bauwerken die gleichen.

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Die DITIB-Gemeinde in Dorsten will 400.000 Euro in den Umbau eines Gebäudes stecken, für Gebets- und Sozialräume, barrierefreie Zugänge und eben ein Minarett. Wie beim geplanten Bau in Castrop-Rauxel auch misst der Turm 19 Meter. Einen Rundlauf für eine Muezzin, einen Gebetsrufer, hat der Turm ebenfalls nicht.

Moscheevorstand lobt Stadt ausdrücklich

Trotzdem loben Architekten und Moscheevorstand in Dorsten die Stadt ausdrücklich: Sie habe sich „sehr wohlwollend verhalten.“ Sie sprechen von einer engen und „sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt“.

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In Castrop-Rauxel wurden bei der letzten Bauausschusssitzung am 21. November dagegen Sorgen laut. Das Moschee-Gebäude an der Dortmunder Straße soll zweigeschossig plus Aufbauten werden. Das Minarett ist wie in Dorsten mit 19 Metern Höhe eingeplant. Es ist ebenfalls nicht begehbar, ein Muezzin kann von dort also nicht rufen.

„Wir bitten, darauf zu verzichten“

Besonders die CDU zeigte sich skeptisch, wie das Minarett zum Umfeld passe. Es stehe nicht für Toleranz und Dialog und erschwere die Akzeptanz der Moschee, sagte Yasemin Dittrich im Ausschuss. „Wir bitten die muslimische Gemeinde, darauf zu verzichten.“

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