Diskussion um Öffnung der Langen Straße zur B235

Mit Vorher-Nachher-Bild

Knapp ein Jahr nach Wiedereröffnung der Langen Straße in Habinghorst gehen die Diskussionen weiter. Nun fordert der Vorsitzende der Interessen- und Werbegemeinschaft "Inwerb" Armin Fiolka erneut die Öffnung der Straße zur B235. Wir haben das zum Anlass genommen zu schauen, wie sich die Straße bisher verändert hat.

HABINGHORST

, 15.03.2016, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

 Damals | Heute

Hier sehen Sie die Habinghorster Kreuzung wie sie heute aussieht und wie sie in den 1950er Jahren aussah. Fahren Sie über das Bild um zu sehen, wie sich die Straße im Laufe der Zeit verändert hat. (Diese Funktion ist nicht auf allen mobilen Endgeräten möglich).

Da liegt es wieder auf dem Tisch, das heiße Eisen, das Politik und Kaufmannschaft seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit beschäftigt und entzweit. „Wir sind wieder einmal an dem Punkt, wo wir über die Öffnung der Lange Straße sprechen müssen“, brachte Armin Fiolka, Vorsitzender der Interessen- und Werbegemeinschaft (Inwerb) Habinghorst, das Thema ohne große Umschweife in die Sitzung der Inwerb-Versammlung ein.

Um unmittelbar danach seine Position nachzuschieben: „Die Öffnung nach dem Prinzip ,rechts rein und rechts raus‘ ist das Mindeste“, erklärte er. Für diese Minimallösung hat Fiolka auch sofort die passenden Umsetzungsvorschläge parat.

Fiolka wünscht sich Ampel

„Die B 235 muss keine Rennstrecke sein. Man kann die rechte Spur ab der Kreuzung zur Rechtsabbiegerspur machen. Dann können die Rechtsabbieger aus der Querstraße auch gefahrlos in Richtung Henrichenburg weiterfahren“, machte er deutlich. Dass ihm mehr lieber wäre, daraus machte der Möbelhändler allerdings auch keinen Hehl: „Ideal“, so ließ Fiolka wissen, „wäre allerdings eine richtige Ampellösung, wie sie früher einmal war.“

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Zwar liegt das „Früher“, also die guten alten Zeiten der Einkaufsmeile Lange Straße, inzwischen schon Jahrzehnte zurück. Doch ein Foto aus den 1950er-Jahren von der Szenerie lässt die Augen mancher Kaufleute auch heute noch leuchten. Damals regelte eine sogenannte Heuer-Ampel hoch über der Kreuzung den Verkehr an der Habinghorster Kreuzung und das Wirtschaftswunder ließ die zahlreichen Läden in der Geschäftsstraße brummen.

Gegenstimmen in den eigenen Reihen

Allerdings gab es bei der Inwerb-Versammlung auch skeptische Stimmen, die den Optimismus Fiolkas im Hinblick auf eine Revitalisierung der Lange Straße nicht so recht teilen mochten. „Die Schließung hatte seinerzeit seine Gründe“, erinnerte der Inwerb-Ehrenvorsitzende Werner Eltgen zurück. Was Fiolka allerdings wenig beeindruckte. „Das ist alter Kaffee, das haben damals unsere Großväter gemacht“, beschied er seinem Vorvorgänger und riet dazu, nach vorne zu gucken.

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Inwerb-Vorstandsmitglied Nina Pawlowski warnte ebenfalls vor überzogenen Erwartungen. „Es ist ganz egal, ob wir hier eine Ampel oder eine goldene Ampel hinstellen“, sagte sie. Man müsse die Belebung der Straße von innen heraus schaffen. „Lasst uns mit Kleinigkeiten anfangen“, riet sie: „Einen Blumentopf mit Frühjahrsblümchen herausstellen, dienstags ein Röschen an die Frauen verteilen, mittwochs einen Luftballon an die Kinder.“

Auch Mike Schumacher vom Stadtteilbüro sieht Probleme bei einer Öffnung der Straße zur B235. „Da liegt möglicherweise noch eine Zweckmittelbindung von Fördergeldern drauf“, ließ er wissen und erinnerte zudem an die Vorbehalte der Verkehrsgesellschaft DSW21. Diese fürchtet, bei zu viel Verkehr ihre Fahrpläne nicht einhalten zu können.

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