Dr. Holger Knapp und seine Kollegen aus der Hausarztpraxis in Ickern impfen regelmäßig in der Kirche am Marktplatz. © Nora Varga
Coronavirus

Dr. Holger Knapp: So erleben Sie eine unbeschwerte Adventszeit

Advents- und Weihnachtszeit: Zeit für Familie, Besuche bei Oma, Opa, Tante und Onkel. Aber können wir 2021 sicher sein, wenn wir nicht gegen Corona geimpft sind? Dr. Knapp empfiehlt, jetzt zu handeln.

Dr. Holger Knapp ist Hausarzt in Ickern und einer der Ärzte in Castrop-Rauxel, die sich am stärksten in der Impfkampagne gegen des Coronacirus engagieren. Schon Anfang 2021 gehörte er zu den ersten, die in Pflegeheimen, im Impfzentrum des Kreises und Mitarbeiter in Schulen und Kitas aktiv war. Später impfte er in der ersten Impf-Kirche, in seiner Gemeinschaftspraxis und bei Aktionsimpfungen auf dem Marktplatz. Jetzt schreibt er einen Gastbeitrag für unsere Zeitung.

Impfen ohne Termin: Das geht schon seit vielen Wochen. In meiner Praxis, in vielen anderen Arztpraxen in Castrop-Rauxel auch. Ich merke, dass diese Möglichkeit zurzeit gerade von jüngeren Patienten wahrgenommen wird. Viele kommen zurzeit zu ersten Impfung zu uns.

Dennoch haben wir es noch nicht geschafft, die Impfquote gegen das Coronavirus so hoch zu treiben, wie es wünschenswert wäre. Ich und unser Praxisteam, wir glauben aber: Wir sollten möglichst schnell möglichst viele Menschen in dieser Weise gegen einen schweren Verlauf immunisieren. Auch die Ansteckungsgefahr geht dann deutlich zurück, da ist sich die Wissenschaft einig.

„Ich bin sicher, es wird nochmal einen Schub in die Impfkampagne bringen.“

Dr. Holger Knapp hat noch viele Dosen Astrazeneca im Kühlschrank. Wegwerfen will er keine. © Foto Sümpelmann © Foto Sümpelmann

Ich bin sicher, es wird nochmal einen Schub in die Impfkampagne bringen, wenn man den Menschen nur vor Augen führen würde, wie es in der Advents- und Weihnachtszeit wird: Es ist und bleibt für sehr viele Menschen das Familienfest des Jahres, bei dem auch die älteren Angehörigen, Omas und Opas, besucht werden oder mit unter dem eigenen Weihnachtsbaum sitzen.

Aus Rücksicht und Verantwortungsgefühl den älteren Menschen gegenüber ist es wünschenswert, wenn sich auch die jungen Leute noch vor dieser Zeit impfen lassen. Wenn das in den nächsten zwei Wochen geschieht, kann man es schaffen, schon bis zum Beginn der Adventszeit vollständig geimpft zu sein. Das schützt vor eigener Ansteckung, schwerem Verlauf – und es senkt das Risiko, andere mit Corona und seinen Virus-Varianten anzustecken.

Obendrein fällt beim Besuch des Weihnachtsmarktes die lästige und teure Testpflicht weg. Dann doch lieber ein Päckchen gebrannte Mandeln und einen Punsch mehr, oder?