Ein großes Sängerfest in Castrop-Rauxel

CASTROP-RAUXEL Monate im Voraus bot das Konzert der Sängergemeinschaft Castrop-Rauxel schon Gesprächsstoff in der Stadt. Am Freitag war es endlich so weit: In der ausverkauften Europahalle erlebte das Publikum ein gewaltiges Programm, berühmte Werke der klassischen und romantischen Opernliteratur.

von Von Martin Schreckenschläger

, 01.06.2008, 14:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Mit voller Konzentration waren die Sängerinnen und Sänger bei der Operngala bei der Sache.</p>

<p>Mit voller Konzentration waren die Sängerinnen und Sänger bei der Operngala bei der Sache.</p>

Die Chöre steigerten ihre Leistung mit jedem Werk, meisterten die romantisch-schwierigen Stimmführungen Mascagnis in der "Cavalleria Rusticana", Verdis verwobenen Einsätze im Huldigungsmarsch aus Aida.

Die Chöre steigerten ihre Leistung mit jedem Werk, meisterten die romantisch-schwierigen Stimmführungen Mascagnis in der "Cavalleria Rusticana", Verdis verwobenen Einsätze im Huldigungsmarsch aus Aida.

Freude spürbar

Carl Maria von Webers Jägerchor aus dem Freischütz gelang bestens. Launig und begeisternd stimmten die Herren den Matrosenchor aus Wagners Holländer an. Beim Zigeunerchor aus Verdis Troubadour war die Freude der Sänger an diesem Werk deutlich zu spüren. Nach bravourösen Stücken verblüfften die Mitwirkenden sogar noch mit dem Gefangenenchor aus Nabucco als Zugabe.

Den Solisten hatte man in der riesigen Halle mit tontechnischer Unterstützung zu Verständlichkeit verholfen. In Duetten und kleineren Soli profilierte sich Ursel Heßmann (Sopran) und Karl Wilhelm Koester (Tenor). Regine Lewandowski nutzte insbesondere Puccinis Arie "O mio babbino caro" aus "Gianni Schicchi", um ihre stimmlichen Möglichkeiten auszukosten. Gerrit Miehlke (Bass) brillierte als Sarastro der Zauberflöte, erntete für seine Mozart-Interpretation selbst vom Chor Applaus. Mit humorigen Einlagen zeigte er sich in den Auszügen aus Lortzings Opern "Zar und Zimmermann" und "Der Waffenschmied" in Hochform.

Karl-Heinz Poppe gab am Pult alles

Einen anmutigen "Reigen seliger Geister" (Gluck) beschworen Streicher und Flöten herauf. Beim "Intermezzo sinfonico" von Mascagni rettete sich das Orchester nur mit Mühe. Doch mit Lortzings "Holzschuhtanz" erbrachte es eine vollwertige Leistung. Und mit sich steigernden Fanfaren bereiteten die Musiker den monumentalen Einsatz der Chöre zu Verdis Huldigungsmarsch vor.

Karl-Heinz Poppe am Pult des Konzertes gab alles, steigerte sich zu großem Gestus im ganz Giuseppe Verdi gewidmeten Finale, und machte die Veranstaltung zu einem großen Sängerfest.

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