Ein Stück für drei tolle Frauen-Stimmen

WLT gibt "Try Angels"

Fan von Christina Aguilera, Michael Jackson, Queen, den Beatles, Supremes oder den Dixie Chicks? Dann ist die neue WLT-Produktion "Try Angels" eine Versuchung wert.

CASTROP-RAUXEL

von Von Gabriele Regener

, 28.12.2011, 00:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Plakat fürs neue WLT-Stück, dessen Premiere verschoben wird.

Das Plakat fürs neue WLT-Stück, dessen Premiere verschoben wird.

"Durchweg Cover-Versionen, aber mit eigenen Akzenten", schildert Tankred Schleinschock, musikalischer Leiter am Westfälischen Landestheater, seine neue Produktion, die am 7. Januar Premiere feiert. "Wir haben seit Jahren drei tolle Sängerinnen", schwärmt er für die unverwechselbaren Stimmen von Jenny Braunschweig, Cornelia Löhr und Vera Marhold. "Da war es an der Zeit, für diese Künstlerinnen ein eigenes Stück zu kreieren."

Ob Swing, Gospel, Soul, Motown, Country oder Pop, die drei Sängerinnen treten mit der neuen Show in die Fußstapfen einer langen Tradition. Dreistimmigen Gesang gibt es, gerade auch bei der Pop-Musik, schon lange.

Augen- und Ohrenschmaus So ist die neue Produktion auch vor allem Show, weniger Theater, aber ganz sicher ein Ohren- wie auch ein Augenschmaus. Neben der Musik, für die Jürgen Knautz und Rudi Marhold vom Lippe-Saiten-Orchester (Bass, Schlagzeug) und Tankred Schleinschock selbst am Flügel einen tollen Sound garantieren, verspricht die Inszenierung auch ein Füllhorn überraschender Effekte. Der "Knaller", und beim WLT ein absolutes Novum, ist die Showtreppe auf der Bühne, Lichteffekte tun ein Übriges.

Hochwertige Kleider Nicht zuletzt setzt die Beleuchtung die Kostüme der drei Sängerinnen ins rechte Licht, Kleider, die "richtig, richtig hochwertig sind", so Maud Herrlein, Gewandmeisterin am WLT. Feine Seide, handbestickt mit Pailletten - so kommen die Akteurinnen in schillernden Farben daher.

Dabei spielen sich die Sängerinnen selbst, wie Tankred Schleinschock erläutert. Jeder hat er einen Solopart gewährt, den sie selbst auswählen durften, ansonsten verschmelzen die drei Stimmen zu einem Sound, größtenteils in englischer Sprache, dazu vor und nach der Pause des rund 90-minütigen Programms jeweils ein deutscher Song, der "leicht kabarettistisch" daherkommen wird.

Publikum soll mitmachen Zugaben sind da vorprogrammiert. Aber auch zuvor würde das Publikum schon einbezogen, verrät Schleinschock. "Wir machen die vierte Wand auf", so der Theaterjargon. Wer die Premiere miterleben will, sollte sich sputen, rät Günter Wohlfarth, der kaufmännische Leiter des Theaters. Es gibt nur noch wenige Restkarten. Wer leer ausgeht, hat aber im April eine nächste Chance. Dann kommt "Try Angels" ins Studio.  

Termine
"Try Angels", Premiere am Samstag, 7. Januar, 20 Uhr in der Stadthalle. Weiterer Termin: Dienstag, 3. April, 20 Uhr, WLT-Studio. Karten unter Tel. 97 80 20.

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