Emotionale Momente bei Einweihung des Robert-Mathis-Platzes in Ickern

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Er war der Nikolaus, der Fußball-Funktionär, der Gemeinde-Kümmerer. Robert Mathis starb am 30. Dezember 2018. Nun wurde ein Platz in Castrop-Rauxel nach ihm benannt.

Ickern

, 05.09.2020, 07:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bevor am Freitag die Feierlichkeiten zum Stadtteiljubiläum begannen, ehrten die Ickerner Robert Mathis. Ein kleiner Platz vor dem Drogeriemarkt und Café Auffenberg am Markt wurde nach dem Ickerner Urgestein benannt. Mathis starb am 30. Dezember 2018 im Alter von 73 Jahren.

„Dies war der Platz, an dem man Robert Mathis finden konnte, wenn man ihn suchte“, erklärte Marc Frese, Vorsitzender des Vereins Mein Ickern. „Zwischen der Kirche auf der einen Seite des Marktplatzes und dieser Seite.“ Nun wird dieser Ort zum Robert-Mathis-Platz.

Mathis wirkte als Küster und Helfer in der Kirchengemeinde St. Antonius, die am Ickerner Marktplatz angesiedelt ist. Er war Mitglied des Bürgerausschusses. Seine „Paraderolle“ war die des Nikolaus‘ beim traditionsreichen Umzug durch Ickern.

„Robert war der Nikolaus, das war immer so“, sagte Bürgermeister Rajko Kravanja. Auch Kranvanja lobte Mathis‘ langjähriges Engagement, das ihm den inoffiziellen Titel „Bürgermeister von Ickern“ eingebracht habe.

Anne, Tochter von Robert Mathis, sagte: „Mein Vater ist zwar gegangen, aber das, was er den Menschen vermitteln wollte, ist geblieben.“

Anne, Tochter von Robert Mathis, sagte: „Mein Vater ist zwar gegangen, aber das, was er den Menschen vermitteln wollte, ist geblieben.“ © Christian Püls

Auch Mathis‘ Tochter Anne kam zu Wort. „Dies ist ein emotionaler Moment für mich“, sagte sie, „mein Vater ist zwar gegangen, aber das, was er den Menschen vermitteln wollte, ist geblieben.“

Weit über Ickern hinaus bekannt war sein Engagement im Sport.. Als Spieler, Trainer, Funktionär und Spartenleiter Fußball im Stadtsportverband.

Diesen Posten trat er 1998 an und initiierte sogleich den „Tag des Ehrenamtes“ der Castrop-Rauxeler Fußballvereine. Dafür bekam er sogar Unterstützung vom damaligen DFB-Präsidenten Egidius Braun. Die Wertschätzung jener, die in den Vereinen Verantwortung übernehmen, lag ihm am Herzen.

Mathis wurde in Krumau im Böhmerwald geboren, wuchs in Bayern auf und kam als Zwölfjähriger mit seinen Eltern in die Europastadt, wo er sich der DJK Blau-Weiß Ickern anschloss. Auch bei VfB Habinghorst, Arminia Ickern, SF Habinghorst, GFV Apollon und dem BW-Nachfolgeverein Eintracht Ickern war Mathis als Spieler, Trainer und Funktionär tätig. 2012 bekam der gelernte Bergmann das Bundesverdienstkreuz am Band verliehen für seine Verdienste im öffentlichen Leben.

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Nun wurde Mathis eine weitere Ehre zu Teil – die Benennung eines zentralen Platzes in Ickern, jenem Stadtteil den er über Jahre mitgeprägt hat. Marc Frese hatte im Mai einen entsprechenden Bürgerantrag gestellt. Mit der Unterstützung der Familie Heier, der der Grund gehört, wird dieser nun umgesetzt. Magnus Heier kündigte an, ein Porträt von Mathis in die „Stadtteilgalerie Ickern“ aufzunehmen.

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