Gelbe Markierungen zeigen am Montag auf der Ringstraße noch genau, wo die Polizei bei der Unfallaufnahme am Freitagabend das Unfallgeschehen dokumentiert hat. © Thomas Schroeter
Meinung

Engelsburgplatz: Die Unfallkreuzung muss sofort entschärft werden

Ein 13-jähriges Mädchen hat um ein Haar ihr Leben verloren. Bei einem Unfall, der sofort wieder passieren könnte. Da müssen die zuständigen Behörden handeln. Sofort, ohne wenn und aber.

Egal, ob nun die Stadt, der Kreis oder die Landesbehörde Straßen.NRW zuständig sein mögen. Eins darf jetzt nicht passieren nach diesem furchtbaren Unfall mit dem 13-jährigen Mädchen am Freitagabend auf dem Fußgängerübergang am Engelsburgplatz/auf der Ringstraße: Vertröstungen, Kompetenzgerangel oder andere Hinhaltetaktiken.

Hier muss schnell gehandelt werden. Mit klarerer Warnung der Autofahrer, mit reduzierter Geschwindigkeit, mit markanten Zebrastreifen oder mehr Licht.

Was da passiert ist, erinnert mich in seiner Konsequenz fatal an einen Unfall auf der Ringstraße 2015, als eine 89-jährige Autofahrerin gleich vier Menschen, darunter ein 16 Monate altes Kleinkind, auf dem Überweg an der Amtstraße über den Haufen gefahren hatte.

Fußgänger sind immer das schwächste Glied

Immer sind Fußgänger das schwächste Glied in der Kette, denn unsere Städte sind komplett auf Autos ausgelegt. Wenn Lkw beim Rechtsabbiegen wegen eines toten Winkels Fußfänger oder Radfahrer erwischen, wenn Autofahrer beim Abbiegen Fußgänger missachten oder beim Ausfahren aus Parklücken Radfahrer abdrängen: Die Folgen müssen die tragen, die keinen Airbag und keine Knautschzone haben.

Hier soll kein Autofahrer (vor)verurteilt werden, hier geht es nur um die großen Gefahren, denen vor allen Dingen Kinder, Jugendliche oder Menschen mit Handicaps auf unseren Straßen immer wieder ausgeliefert sind. Gerade in der jetzt wieder anbrechenden Zeit mit viel Dunkelheit, Regen und schlechter Sicht.

Wo es, wie jetzt durch den Unfall belegt, auch nur geringe Zweifel an der Sicherheit einer Verkehrssituation gibt, muss sofort gehandelt werden. Sonst steht das Leben unserer Kinder auf dem Spiel.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter