Entscheidung über B474n und New-Park fällt am Freitag

Oberverwaltungsgericht Münster

Es geht um Stickstoff und andere Abgase, um Flugschneisen, Jagdgebiete und Brutstätten streng geschützter Tierarten: Die Planungen für die B474n haben am Donnerstag zum zweiten Mal das Oberverwaltungsgericht Münster erreicht.

CASTROP-RAUXEL

von Von Martin von Braunschweig

, 17.01.2013, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entscheidung über B474n und New-Park fällt am Freitag

Als direkter Anschluss an die Sauerlandlinie am Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest soll die B474n dienen.

Entweder steht das Mammut-Projekt nach vielen Jahren der Planung und des Protests dann doch noch vor der Realisierung. Oder aber die unzähligen Aktenordner voller Verordnungen, Gutachten, Skizzen und Pläne können in der Versenkung verschwinden.Und mit ihnen wohl auch die Pläne für das Industriezentrum New-Park in Waltrop. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) versuchte noch einmal, alle Argumente gegen den Bau der Ortsumgehung Datteln ins Feld zu führen, um den Planfeststellungsbeschluss des Verkehrsministeriums von 2009 zu kippen.

Die Belange seltener Tierarten wie Kammmolch, Schwarzspecht, Kleiner Abendsegler oder Langohrfledermaus seien nur unzureichend berücksichtigt worden. Darüber hinaus arbeite das Verkehrsgutachten des Landes mit wenig nachvollziehbaren Zahlen. BUND-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Krämerkämper kritisierte vor allem die aufgestellten Verkehrsprognosen für das Jahr 2020 und sagte: „Das Modell, mit dem hier gearbeitet wird, ist fehlerhaft. Und wenn ich irgendwo einen Fehler in meinen Annahmen habe, dann ist das alles aus unserer Sicht wertlos.“ Heute wird sich entscheiden, wie die Richter den Fall beurteilen.

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