Ergebnis schlägt Wellen - SPD entschärft Schuldebatte

Nach dem Bürgerentscheid

Die aufgerissenen Gräben sollen nun zügig wieder zugeschüttet werden. SPD-Chef Rajko Kravanja beeilte sich nach dem Bürgerentscheid, die aufgeheizte Schuldebatte zu entschärfen. Mit Christel Sperz, der Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens zur Rettung der FNR, vereinbarte er noch am Sonntagabend ein Treffen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle und Abi Schlehenkamp

, 29.10.2012, 18:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgerentscheid: Die Fridtjof-Nansen-Realschule bleibt.

Bürgerentscheid: Die Fridtjof-Nansen-Realschule bleibt.

Während für die Elternpflegschaftsvorsitzende Annette Korte und Christel Sperz am Montag der Tag war, um allen Schülern, Eltern, Lehrern der FNR und den Wählern Danke zu sagen, galt es für Petra Lückel, Initiatorin des Aktionsbündnisses Pro Sekundarschule, das für sie niederschmetternde Ergebnis zu verdauen."Ich werde daran nicht zerbrechen, das Leben geht weiter", stellte sie klar. Und formulierte weiter: "Das ist nun mal Demokratie, dafür ist ein Bürgerentscheid da." Jetzt sei erstmal die Verwaltung gefragt, die Sekundarschulen gut an den Start zu kriegen.

 Bis nach Düsseldorf schlug das Ergebnis des Bürgerentscheids Wellen. "Das Beispiel Castrop-Rauxel macht deutlich, dass in der Schulpolitik keine Entscheidungen übers Knie gebrochen werden dürfen", erklärte die schulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Petra Vogt. "Dass die Realschule vor Ort sehr erfolgreich arbeitet und beliebt bei den Bürgern ist, war allen Entscheidern bekannt. Daher hätte die Schulaufsicht die Kommune warnen müssen, vorschnell eine gut arbeitende Schule aufzugeben", schob Vogt hinterher."

 Beim Anmeldeverfahren im Februar/März nächsten Jahres kommt es nun darauf an, dass die Sekundarschule Nord neben der weiterhin bestehenden Fridtjof-Nansen-Realschule mindestens dreizügig an den Start gehen kann. Dafür sind 75 Anmeldungen notwendig. "Es ist nun die Aufgabe der Verwaltung für alle Schulformen zu werben", so Rajko Kravanja. Und Hans-Hugo Kurrek von der CDU freut sich über die breite Angebotspalette: "Wir haben nun eine Schulvielfalt, die sich sehen lassen kann. Es hat sich gelohnt, dafür zu kämpfen." 

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