Ermittlungen im Habinghorster Mordfall praktisch eingestellt

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War es Mord? Was waren die Hintergründe des Tötungsdelikts? Obwohl der Todesfall einer 49-jährigen Frau aus Habinghorst erst wenige Tage alt ist, sind die Ermittlungen praktisch eingestellt.

Castrop-Rauxel

, 17.11.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Mordkommission ist erst vor wenigen Tagen eingerichtet worden. Und doch: Die Ermittlungen im mutmaßlichen Mordfall von Habinghorst von Mittwoch (11.11.) sind praktisch eingestellt. Das sagte Staatsanwalt Henner Kruse nun auf Anfrage unserer Redaktion.

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Zwar liege das Obduktionsergebnis noch gar nicht schriftlich vor, aber das sei nur noch Formsache. Der Hintergrund ist klar: Der 52-jährige mutmaßliche Mörder ist tot. Er starb kurz nach seiner 49-jährigen Ehefrau, die er selbst zuvor getötet hatte, in seinem Auto: Damit fuhr er an der Nierhausstraße gegen einen Baum. Ein Abschiedsbrief, den Rettungskräfte im Auto fanden, ließ darauf schließen, dass diese Fahrt gegen den Baum Suizid war. Der Brief führte die Kripo in die Wohnung des Habinghorster Ehepaares.

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Die Ermittler werteten im Nachgang des Tötungsdeliktes und des Todesfalls im Auto WhatsApp-Protokolle und Telefon-Protokolle aus. Der Täter soll vor dem Selbstmord Nachrichten an Bekannte verschickt haben, in denen er den Mord an seiner Frau gesteht. Er soll Schuldenprobleme gehabt haben. Auch eine psychische Erkrankung, Alkohol und eine drohende Räumungsklage für die Wohnung spielten laut Staatsanwaltschaft eine Rolle.

Der Unfall hatte ein großes Rettungskräfte-Aufkommen in Deininghausen zur Folge. Rund um den Tatort in Habinghorst war es bis auf die Kripo, die ermittelte, ruhig.

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Im Castrop-Rauxeler Ortsteil Habinghorst ermittelte die Kriminalpolizei in der Nacht zu Donnerstag: In einer Wohnung wurde eine Frau getötet. Anschließend starb ein Mann bei einem Autounfall. Von Tobias Weckenbrock

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